Start / Ausgaben / BioPress 49 - November 2006 / Immer mehr Bio-Käse

Immer mehr Bio-Käse

In einer schmalen Seitenstraße in Schwabach bei Nürnberg zwischen Bauernhöfen und Schafweiden steht eine rote Backsteinscheune, eingewachsen von wildem Wein. Was man von außen nie vermuten würde: darin befindet sich ein mit modernster Technik ausgestattetes Kühlhaus, das Käseschätze aus ganz Europa birgt. Mit viel Liebe wurde in den letzten Jahren diese Scheune zum Sitz des Käsegroßhandels Jürgen Würth ausgebaut.

Vor mehr als 20 Jahren hat Jürgen Würth damit begonnen, für den Eigenbedarf biologische Produkte wie Butter, Joghurt und Käse aus Frankreich zu beziehen. Für Freunde und Bekannte wurde gleich mit eingekauft. Daraus entstand 1986 der Großhandel für Bio-Käse. Zunächst holte er selbst die Ware aus Frankreich und lieferte an seine ersten Kunden persönlichaus. Als der Umfang immer größer wurde, übernahm diese Aufgabe eine Spedition. Bemerkenswert ist, dass der erste Käse, der Tome d`Alsace, nach 20 Jahren immer noch der meistverkaufte ist. Mit der Zeit kamen Käsesorten aus anderen Ländern dazu, die Auswahl an Bio-Käsen wurde immer größer.

Sicherlich hat auch das Tschernobyl-Unglück damals zu einem großen Umdenken mit beigetragen und die Nachfrage nach „unbelasteten, gesunden" Lebensmitteln stieg enorm an.

Heute führt die Firma Würth über 300 Sorten biologische Käse aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Holland, Italien, Österreich, Schweiz und Spanien. Außerdem wurde das Sortiment um italienische Antipasti, luftgetrocknete Salamis, Schinken und Ardenner Pasteten erweitert.

Die Firma Würth beliefert mittlerweile in Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich und Holland Naturkostläden, Feinkostläden, Käseläden, Hofläden usw. Als Dankeschön an seine Kunden bietet Würth einen sechs Monate gereiften Bergkäse aus dem Schweizer Toggenburger Land zum Vorzugspreis an.


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