Start / Ausgaben / BioPress 48 - August 2006 / Bioqualität ist sichtbar

Bioqualität ist sichtbar

Neue Bewertungsmethoden am Point of Sales

Neue Anwendungen aus der Biophotonik machen die Qualitätsunterschiede von Bioprodukten sichtbar. Biophox, ein junges Unternehmen aus Köln, bietet Lösungen zur Analyse von Lebensmitteln. Die objektive Bewertung von Qualitäten eröffnet nicht nur der Bio-Branche neue Ansätze im Marketing, meint das Technologie-Unternehmen.


Pflanzen haben ein Eigenleuchten. Dieses Licht ist so schwach, dass es für das menschliche Auge nicht mehr wahrnehmbar ist. Ein Restlichtverstärker macht es jedoch sichtbar. Das Leuchtphänomen hat eine Abhängigkeit zur Qualität. So wurde schnell bemerkt, dass Obst oder Gemüse bei der Alterung das Leuchtverhalten verändern. Aber auch bei Fleisch, Fisch und Eiern lassen sich so Altersunterschiede leicht feststellen.

Und nicht nur die Frische lässt sich so bestimmen, auch die unterschiedliche Qualität in der Wachstumsphase der Produkte schlägt sich im Leuchtverhalten nieder. Tomaten mit optimale Wachstumsbedingungen geben zum Beispiel ein anderes Photonen-Signal als Tomaten, bei denen die Bedingungen nicht optimal waren.

So lassen sich zum einen Wachstumsbedingungen optimieren, zum anderen aber auch Qualitätsunterschiede im Wachstum nachträglich sichtbar machen.

Damit ermöglichen Anwendungen der Biophotonik im Lebensmittelmarkt völlig neue Bewertungsmöglichkeiten. Da die Messungen sehr schnell und zerstörungsfrei ablaufen, kann beim Einkauf von Waren die Qualität sofort getestet werden. Auch dem Verbraucher kann so die Qualität der untersuchten Lebensmittel sichtbar gemacht werden. Das Potenzial dieser Methode wird vor allem in der Bio-Branche erkannt. Die Reaktionen lauten meist: „Endlich haben wir eine Methode, die die Qualität unserer Waren objektiv darstellen kann." Biophox demonstriert die Technik auf dem 2. Bio Handels-Forum in Köln.


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