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zelluläre Landwirtschaft

Koteletts aus dem 3D-Drucker

Spanisches Unternehmen Cocuus will synthetisches Fleisch wettbewerbsfähig machen

Dem spanischen Unternehmen Cocuus aus Navarra ist es gelungen, synthetische Rinderkoteletts zu entwickeln, die mit einem 3D-Drucker hergestellt werden. Als Basis können sowohl tierische als auch pflanzliche Stoffe dienen. Auf dem Kongress Food for Future in Bilbao hat das Unternehmen seine Koteletts im Juni präsentiert.

Als Rohmaterial dient ein Brei aus tierischen oder pflanzlichen Zellen, die in Bioreaktoren aus Tier- oder Pflanzenproben hergestellt werden können. Das Tier muss für die Entnahme der Probe nicht geschlachtet werden, man benötige lediglich seine Stammzellen. Weil diese aber aufgrund der fehlenden regulatorischen Grundlage noch nicht auf dem Markt seien, verwende Cocuus vorerst zu Zellen verkleinertes Fleisch. Als Pflanzenbasis dienen Erbsen. Bindemittel und andere Substanzen verleihen den Koteletts Geschmack und Festigkeit.

Eine neue Erfindung des Unternehmens ist ein Prozess, den Cocuus ‚Food to Data‘ (Von Lebensmitteln zu Daten) nennt. Mithilfe eines CAT-Scans, eines intensiven Röntgenstrahls, wird ein echtes T-Bone-Steak einer axialen Tomographie unterzogen, die erkennt, wo sich Fett, Fleisch, Knochen und Gefäße befinden. Diese Bilder übersetzen die Geografie des Fleisches in Parameter und Vektorkarten, mit denen ein 3D-Drucker arbeiten kann.

Außerdem will Cocuus die künstliche Fleischherstellung in einen industriellen Maßstab bringen und hat dafür eine Maschine konstruiert, die parallel mit 300 Extrudern arbeitet. Zehn Kilogramm Kotelett pro Minute sollen so bald produziert werden können. Dadurch verspricht man sich wettbewerbsfähige Preise. Auch Speck, Lammrippchen und Lachsfilets könne der 3D-Drucker herstellen.

Während die Koteletts auf Basis von tierischen Stoffen sehr nahe an den Geschmack von echtem Fleisch herankämen, schmecke das Kotelett mit pflanzlichen Zutaten etwas anders. Die künstlichen Koteletts hätten zudem eine weichere Textur als die Originale. An der Abrundung der Aromen und dem Gefühl beim Hineinbeißen werde aktuell noch gearbeitet.


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