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Nachhaltigkeit

Nachhaltiger Einkaufsassistent von KErn

KErn-Projekt führt mit Künstlicher Intelligenz zum nachhaltigen Einkauf

Bio-Tomaten in der Plastikverpackung aus Spanien oder unverpackte Tomaten aus der Region – wo ist der ökologische Fußabdruck kleiner? Eine Antwort will das Bayerische Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) liefern. Sein Einkaufsassistent, der später auch als App zur Verfügung stehen soll, verknüpft Daten zur Klimawirkung, Landnutzung oder dem Wasserverbrauch und kann so eine schnelle Orientierungshilfe für einen ressourcenschonenden Lebensmitteleinkauf bieten.

Ein möglichst transparenter und im Projekt entwickelter Nachhaltigkeitsindex soll Verbrauchern künftig Auskunft über die Nachhaltigkeit eines Produkts geben. Dazu werden vom Projektteam relevante Nachhaltigkeitskriterien definiert und ein Berechnungsmodell für den Index erstellt. KI-Technologien unterstützen den Prozess, indem sie Wissen aus unterschiedlichen Quellen modellieren und verknüpfen. Datenbanken mit Parametern wie CO2-Äquivalenten, Wasserverbrauch, Tierwohl und Flächenverbrauch werden zusammengeführt und eine Metadatenbank entwickelt.

Mit dem Einkaufsassistenten soll bald direkt ersichtlich sein, wie viel Wasser bei der Herstellung eines Produktes verbraucht wurde, wie lange der Transportweg war und wieviel CO2 insgesamt dabei freigesetzt wurde. Viele Aspekte der Nachhaltigkeit könnten so auf einen Blick im Auge behalten werden.

Auch ein virtueller Sprachassistent (Chatbot) ist vorgesehen. Er soll den Konsumenten durch einfache Dialoge führen und dabei schnell und flexibel Informationen zur Verfügung stellen. Im Jahr 2024 soll der Einkaufsassistent dann auch als Handy-App zur Verfügung stehen.

Das dreijährige Forschungsvorhaben ‚Nachhaltiger Einkaufsassistenz‘ wurde vom KErn zusammen mit dem IT-Unternehmen IBM und dem Forschungsinstitut fortiss im Februar 2021 begonnen. Gelder erhält es vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das seit 2020 acht ausgewählte KI-Verbundprojekte mit insgesamt mehr als zehn Millionen Euro fördert.


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