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Bauernprotest

Bauern stellen Ultimatum

Am vergangenen Freitag trafen sich Vertreter von Aldi, Edeka, Rewe Group, und der Schwarz-Gruppe mit Bauernsprechern des Aktionsbündnis Land schafft Verbindung (LsV). Nach Meinung der Bauern habe man sich dabei über Finanzhilfen, die Einrichtung einer Ombudsstelle und neue Handelsmarken für Produkte aus der heimischen Landwirtschaft verständigt. Das teilten die Landwirte dem Norddeutschen Rundfunkt mit. Aber nun können sich Vertreter des Handels und der Bauern nicht auf ein gemeinsames schriftliches Protokoll einigen und die Bauern drohen mit neuen Protesten.

Lidl und Kaufland wollen ihre Preise für Schweinefleisch um 1 Euro erhöhen und diese Erhöhung direkt an die Bauern weiterreichen. Rewe und Penny gehen mit ihren Beschaffungspreisen für heimisches Schweinefleisch auf das höhere Marktniveau vor Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest zurück. Dies haben sowohl die Schwarz-Gruppe als auch Rewe Group inzwischen öffentlich gemacht.

Doch jetzt gibt es neuen Ärger. Der Sprecher von Land schafft Verbindung, Dirk Andresen, hat seinen Mitstreitern mitgeteilt, man habe den Vertretern des LEH jetzt ein Ultimatum bis heute (15.12.2020) 17.00 Uhr gestellt. Nach Meinung der Bauernvertreter spiegle das derzeitig vorliegende Protokoll nicht die Worte der Zoom-Konferenz wider und könne daher nicht veröffentlicht werden.


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