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Zusammenhang zwischen Ernährung und Depression

Wer sich gesund ernährt, hat seltener psychische Probleme

Eine Untersuchung an mehreren Tausend Männern im Iran zeigte, dass psychische Störungen wie Ängste oder Depressionen sich bei den Menschen häufen‚ die sich ‚entzündungsfördernd‘ ernähren. Damit ist etwa der häufige Konsum von Zucker, Alkohol, stark verarbeiteten Lebensmitteln, künstlichen Zusatzstoffen, Weißmehl oder übermäßig viel rotem Fleisch gemeint.

Seit längerem ist bekannt, dass es sogenannte ‚entzündungshemmende‘ und ‚entzündungsfördernde‘ Ernährungsweisen gibt. Mit dem Dietary Inflammatory Index (DII) lässt sich das Entzündungs-Potential der individuellen Ernährung eines Menschen kennzeichnen: Es wird die Nahrungszusammensetzung und die Qualität der Lebensmittel betrachtet.

Die 3363 Teilnehmer der iranischen Studie wurden basierend auf den Ergebnissen einer Fragebogenaktion in eine Gruppe ohne psychische Probleme, Gruppen mit Ängsten oder mit Depression oder in eine Gruppe mit nicht näher geklärten psychischen Problemen eingeteilt. Ebenfalls erfasst wurde ihre individuelle Ernährung und dieser dann ein entsprechendes Entzündungspotential zugeordnet.

Die Teilnehmer mit der gesündesten Ernährung, also der mit dem wenigsten Entzündungspotential, zeigten auch die gesündeste Psyche. Diejenigen mit entzündungsfördernden Essgewohnheiten fanden sich dagegen überdurchschnittlich oft in der Gruppe der Depressiven wieder. Eine ungesunde Ernährung gehe also mit einem erhöhten Risiko für Stress und psychische Störungen einher, fördert diese eventuell sogar.

 

Weitere Infos:

Asma Salari-Moghaddam, Ammar Hassanzadeh Keshteli, Hamid Afshare, Ahmad Esmaillzadeh, Peyman Adibi: ‘Association between dietary inflammatory index and psychological profile in adults’ in Clinical Nutrition, October 2019


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