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Tag der biologischen Vielfalt

„Politik muss handeln und artenfreundliches Wirtschaften fördern!“

Der Mensch wird als Verursacher des sechsten Massensterbens in die Geschichte eingehen, so die UNO. Laut IPBES-Bericht sind durch Eingriffe des Menschen inzwischen mehr als 25 Prozent der untersuchten Tier-und Pflanzengruppen bedroht – das heißt mehr als eine Million und damit mehr als je zuvor. Die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) fordert am Tag der biologischen Vielfalt eine konsequente Umstellung unserer Landwirtschaft und unseres Ernährungsstils auf Nachhaltigkeit und Artenfreundlichkeit.

„Die Politik ist mehr denn je gefragt, alles zu tun, um unsere biologische Vielfalt zu erhalten“, so Dr. Alexander Beck, geschäftsführender Vorstand der AöL. „Wir wissen so viel über Biodiversität und die Leistungen des Ökolandbaus zu ihrem Erhalt. Der Staat sollte Landwirte und Verarbeiter, die artenfreundlich wirtschaften, fördern und andere Unternehmen ermutigen, dem nachzukommen. Produktionsprozesse, die Artenvielfalt zerstören, müssen zudem endlich sichtbar werden. Wir brauchen wahre Preise im Marktregal.“

Für biodiversitäts-und umweltbewusste Unternehmen zahlen sich Maßnahmen für biologische Vielfalt aktuell nicht in barer Münze aus. Im Gegenteil: oft bedeuten sie für Verarbeiter höhere Kosten und Investitionen. Trotzdem setzen die Mitglieder der AöL Biodiversitätsleistungen in marktfähige Konzepte um. Für den besonderen Tag haben sie sich Vieles einfallen lassen, um auf die Bedeutung der biologischen Vielfalt zu verweisen: sei es beim „Unternehmerstammtisch Biodiversität“ der Neumarkter Lammsbräu, einer Wildblumenausstellung  bei  Salus  Haus  oder  einem Durum-Projekt  von  Alb-Gold.  AöL-Mitglieder wirtschaften dauerhaft artenfreundlich, begrünen ihre Dächer (Andechser Molkerei), säen Ackerwildkräuter (Barnhouse), ermutigen Landwirte zum Anbau von Ölsaaten (Ölmühle Moog), stellen Lerchenfenster (Hofpfisterei) oder Nisthilfen (ÖMA) auf, und vieles mehr.

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