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Rheinland-pfälzische Umweltministerin auf ‚Eier-Tour‘

Ulrike Höfgen verlangt Labeling von eihaltigen Produkten

Mainz, 18.04.2019|Pünktlich zu Ostern ging es bei den rheinland-pfälzischen Öko-Konkret-Tagen um ‚Haltungskennzeichnung – Rund ums Öko-Ei‘. Die Umwelt- und Ernährungsministerin Ulrike Höfgen besuchte vom 15. bis 18. April Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette und stellte auch die Förderpläne der Landesregierung vor.

Mehr als jedes zehnte in Deutschland verkaufte Ei ist ökologisch erzeugt, Bio-Eier gehören zu den gefragtesten Bio-Produkten überhaupt. Ein Grund mehr für Ulrike Höfgen im Rahmen der aktuellsten Thementage ‚Ökologischer Landbau – Konkret!‘ einen großen Erzeuger- und Vermarkter von Bio-Eiern in der Eifel aufzusuchen, den Bio-Legehennenhalter Probst in Euscheid sowie das Unternehmen Lehnertz, das sowohl eigene Legehennen hält als auch Bio-Eier von anderen Produzenten kennzeichnet und abpackt.

Bei ihrem Besuch betonte sie, wie wichtig es für die regionale Frischei-Produktion wichtig sei, dass Kennzeichnung, Vermarktung und Verarbeitung Hand in Hand gingen. Die Haltungskennzeichnung ist durch das Labeling von 0 (Bio) bis 3 (Käfighaltung) bereits Standard. Das Umweltministerium Rheinland-Pfalz setze sich seit langem dafür ein, dass auch eihaltige Produkte wie Nudeln oder Gebäck entsprechend gekennzeichnet werden, um Transparenz und informierte Kaufentscheidungen zu ermöglichen.

Des Weiteren werde im Rahmen des Öko-Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz zum Beispiel Einführung und Test der Mobilstallhaltung von Legehennen unterstützt, die als besonders tierfreundlich gilt. Außerdem wies Höfgen darauf hin, dass in der Kita- und Schulverpflegung des Landes künftig 30 Prozent der Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung und 50 Prozent regionale Produkte zum Einsatz kommen sollen. Hier läge großes Potential für Frischeier und auch Flüssig-Ei aus biologischer und regionaler Produktion.

Weitere Stationen der Besuchs-Tour waren daher Betriebe rund um die Themen alternative Haltungs- und Aufzuchtformen und Verwendung von Bio-Eiern in Lebensmitteln. Sie erinnerte, dass Rheinland-Pfalz sich für ein Verbot des Kükenschredderns ausgesprochen habe und wies auf die Förderung der Mobilstallhaltung durch ihr Bundesland hin. Nach der Ministerin "kann die Mobilstallhaltung einen zentralen Beitrag zu mehr Tiergerechtigkeit leisten und bietet einen Einstieg in die bäuerliche Geflügelhaltung."

Rheinland-Pfalz unterstütze diese Haltungsform über ein EU-Projekt mit rund 280.000 Euro und die Anzahl der so gehaltenen Hennen habe sich in den geförderten 13 Betrieben seit 2015 fast verdoppelt auf 9.200 Tiere. Nach Schätzungen leben inzwischen etwa eine Million deutsche Legehennen in mobilen Ställen - von ungefähr 40 Millionen.

 

Weitere Infos: Booklet Öko-Aktionsplan ‚20 Prozent Bio für Rheinland-Pfalz‘

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