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Reduktionsstrategie: Zuckerersatz ist keine Lösung

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Bad Brückenau, 19.12.2018  |   Weniger Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten – das ist erklärtes Ziel von Bundesministerin Julia Klöckner. Ihr Kabinett will heute die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie beschließen. Dass dort Stoffe nicht wirklich reduziert, sondern nur ersetzt werden sollen, geht nach Ansicht der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) am Thema vorbei.

„Nährstoffe zu zählen und durch Synthetische zu ersetzen, hat noch niemanden gesünder gemacht“, so der geschäftsführende Vorstand, Dr. Alexander Beck zur Klöckner-Strategie. „Wir müssen unser Essen insgesamt betrachten. Zucker, Fett und Salz durch synthetische Ersatzstoffe, wie Süßungsmittel zu ersetzen, ist nicht zielführend. Wir müssen sie tatsächlich reduzieren! Erst dann wird unser Geschmack natürlicher und wir werden feststellen, dass uns zu viel süße, fette und salzige Speisen und Getränke gar nicht mehr schmecken.“

Ein weiterer entscheidender Hebel für ein gesundes und nachhaltiges Essen ist unser gesamter Ernährungsstil, so der Verband. Deshalb begrüßt die AöL das Reduzieren von Werbung für Fertigprodukte und den von Klöckner vorgeschlagenen Ernährungsführerschein für Kinder. „Das ist es, was uns Menschen wirklich hilft: dass wir über vollwertige Ernährung Bescheid wissen und selbst entscheiden können, was wir in unseren Einkaufskorb legen. Dann bewahren wir uns auch unsere Freiheit“, so Beck.

Hintergrund

Die AöL hat zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salzen ein umfassendes Positionspapier erarbeitet und bezieht Stellung zur farblichen Kennzeichnung und zu den politischen Maßnahmen hinsichtlich einer gesunden vollwertigen Ernährungsweise unserer Bürger. Im Papier werden konkrete Konzepte für eine sinnvolle Lebensmittelkennzeichnung vorgestellt.


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