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Tierhaltung

Höchste Zeit für eine ökologische Tierzucht

Die Tierzucht als Voraussetzung für eine artgemäße, standortgerechte und nachhaltige Tierhaltung ist Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe der Ökologie & Landbau.

In kaum einem anderen Bereich des Öko-Landbaus klaffen Anspruch und Realität so weit auseinander: Anstatt vieler verschiedener Rassen mit ausgeprägter genetischer Biodiversität finden sich oft konventionell gezüchtete Hochleistungstiere auf den Bio-Höfen.

Eine immer größere Rolle spielt in der Tierzucht die Biotechnologie. Ökologie & Landbau berichtet über die neuen Techniken aus Sicht des Öko-Landbaus. Wie sind sie zu bewerten? – Bisher haben noch nicht alle Verbände Stellung bezogen, wie sie zu einzelnen Züchtungs- und Reproduktionstechniken stehen.

In weiteren Beiträgen geht es um die Frage, ob schwere Hochleistungskühe für die extensive Weidehaltung geeignet sind und um Erfolge der Rinderzucht auf Lebensleistung. Vorgestellt wird ein Zuchtkonzept für Öko-Mastschweine und die erfolgreiche Vermarktung des Schwäbisch-Hällischen Landschweins.

Vor besonders großen Herausforderungen steht die Hühnerzüchtung: Um die Tötung männlicher Küken zu stoppen, gibt es keine Alternative zum Zweinutzungshuhn. Bei einem Versuch, in dem die Schlachtleistungen von gemästeten
Geschwisterküken verschiedener Hybridhennenherkünfte mit extensiven Mastlinien verglichen wurden, zeigte sich, dass nur 10 bis 15 Prozent der Tiere rentable Leistungen brachten - es gibt also noch viel zu tun.

Weitere Themen der aktuellen Ausgabe der Ökologie & Landbau sind beispielsweise das vielversprechende Konzept zur Entwicklung von Bio-Regionen, Alternativen zur bisherigen Gestaltung der Bio-Förderung sowie das Marktpotenzial von Bio-Bier. Vorgestellt werden außerdem aktuelle Zahlen zur ökologischen Landwirtschaft weltweit und moderne agrartechnische Lösungen für den Öko-Landbau.

Ökologie & Landbau, Heft 142, 2/2007
Schwerpunkt "Tierzucht im Öko-Landbau"
www.soel.de/publikationen/oel/oe_u_l.html

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