Start / News / Im Bio-Recht treten Änderungen in Kraft

Bio-Importe

Im Bio-Recht treten Änderungen in Kraft

BÖLW/Berlin, 08.01.2018. Mit dem neuen Jahr treten rechtliche Änderungen für den Bio-Sektor in Kraft. 2018 betreffen die kleinen Änderungen die Eiweißfütterung, Importregeln sowie ein Handelsvertrag zwischen Chile und der EU.

Bio-Betriebe setzten auf natürliche Eiweißquellen und verwenden keine synthetischen Aminosäuren. Vor dem Hintergrund der knappen Versorgung mit Öko-Eiweißfuttermitteln und nicht verfügbarer alternativer Eiweißfutterquellen für Bio-Tiere aufgrund rechtlicher Vorgaben, hat die EU-Kommission eine bestehende Ausnahmeregel verlängert. Demnach dürfen Bio-Schweine und -Geflügel bis zum 31.12.2018 mit bis zu 5 Prozent konventionellen, gentechnikfreien Eiweißfuttermittel gefüttert werden. 

Damit Bio-Tiere künftig zu 100 Prozent mit Bio-Eiweißfutter versorgt werden können, sind weitere Anstrengungen erforderlich – beispielsweise müssen rechtliche Hürden bei der Verwendung von Futtermitteln aus Insekten abgebaut oder neue innovative Eiweißquellen erschlossen werden. 

Die entsprechende Durchführungsverordnung für die Eiweißfütterung lesen Sie auf http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32017R2273&from=EN. 

Am 1. Januar trat ein Bio-Handelsabkommen in Kraft, mit dem die EU und Chile gegenseitig ihre Bio-Standards als gleichwertig anerkennen und so den gegenseitigen Import von bestimmten Bio-Produkten erlauben. Der Vertrag folgt dem Beispiel anderer Abkommen dieser Art, etwa mit den USA oder Japan. 

Den Text des Abkommens lesen Sie auf http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:22017A1214(01)&from=EN. 

Aktualisiert wurde die Liste der für den Import in die EU zugelassenen Kontrollstellen, die sich aufgrund der Anerkennung oder Abmeldung von Kontrollstellen, der Änderung ihrer Produktpalette oder ihrer Kontaktdaten ergibt. 

Die Durchführungsverordnung mit den jüngsten Anpassungen lesen Sie auf http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32017R2329&from=EN. 

Alle konsolidierten Versionen der Gesetztexte finden Sie auf der Webseite des europäischen Bio-Dachverbandes IFOAM EU (in engl. Sprache): http://www.ifoam-eu.org/en/organic-regulations/list-eu-organic-regulations oder

auf der Seite des Bundeslandwirtschaftsministeriums (in dt. Sprache): https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Nachhaltige-Landnutzung/Oekolandbau/_Texte/EG-Oeko-VerordnungFolgerecht.html.


Angebots-Ticker Anzeigen

Das könnte Sie auch interessieren

27.04.2018mehr...
Stichwörter: Abkommen, EU, Handelsabkommen, Chile, Bio-Importe, Durchführungsverordnung, Eiweißfütterung, Eiweißfutterquelle, Handelsvertrag, Insekten

Glyphosat verursacht Krebs

Neue Bundesregierung muss Behörden kritisch hinterfragen

Berlin, 14.03.2018   |   Heute hat das Journal of Epidemiology and Community Health (JECH) eine wissenschaftliche Analyse der Einstufung des krebserregenden Potenzials von Glyphosat durch europäische Behörden veröffentlicht.

14.03.2018mehr...
Stichwörter: Abkommen, EU, Handelsabkommen, Chile, Bio-Importe, Durchführungsverordnung, Eiweißfütterung, Eiweißfutterquelle, Handelsvertrag, Insekten

Schmidts kaltblütiger Alleingang

Slow Food - Berlin, 28.11.2017  |  Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat völlig überraschend und gegen den ausdrücklichen Willen des Bundesumweltministeriums in Brüssel die Wiederzulassung des hoch umstrittenen Pestizids Glyphosat durchgeboxt. Ohne die deutsche Stimme wäre die EU-Bewilligung für den Unkrautvernichter gescheitert. Zu der Entscheidung Schmidts für das unter Krebsverdacht stehende Ackergift erklärt Slow Food Deutschland:

28.11.2017mehr...
Stichwörter: Abkommen, EU, Handelsabkommen, Chile, Bio-Importe, Durchführungsverordnung, Eiweißfütterung, Eiweißfutterquelle, Handelsvertrag, Insekten


Glyphosat-Ausstieg jetzt!

Naturland fordert klares Votum von Bundesminister Schmidt im Europäischen Rat

25.10.2017mehr...
Stichwörter: Abkommen, EU, Handelsabkommen, Chile, Bio-Importe, Durchführungsverordnung, Eiweißfütterung, Eiweißfutterquelle, Handelsvertrag, Insekten