Start / News / Der schmale Grat der Hoffnung

Recht auf Nahrung

Der schmale Grat der Hoffnung

Meine gewonnenen und verlorenen Kämpfe und die, die wir gemeinsam gewinnen werden

Der schmale Grat der Hoffnung

»Es gibt sie noch: die echten Revolutionäre. Einer von ihnen ist Jean Ziegler. In seinem neuen Buch mischt er Politbetrachtung mit Autobiografischem und liefert Motive für sein Engagement.«
ARD, ttt

Seit vielen Jahren – zunächst als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, dann als Vize-Präsident des Beratenden Ausschusses des Menschenrechtsrats – kämpft Jean Ziegler gegen die Geißel des Hungers, für Menschenrechte, für Frieden. Von diesen Kämpfen, seinen Erfolgen, aber auch den Niederlagen berichtet er aus unmittelbarer Erfahrung, beleuchtet die imperialen Machenschaften hinter den demokratischen Kulissen, analysiert die Strategien der Beutejäger des globalisierten Finanzkapitals. Sein Buch gibt insbesondere erhellende Einblicke in die komplizierten Strukturen der Vereinten Nationen, ihre inneren Widersprüche, ihre Intrigen und Konflikte.

Es berichtet auch von den Diffamierungskampagnen und Anfeindungen, denen Ziegler über die Jahre ausgesetzt war. Er benennt seine Gegner und erinnert an Wegbegleiter wie etwa den kürzlich verstorbenen Holocaust-Überlebenden, Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel. In Sieg und Niederlage fragt sich der streitbare Intellektuelle angesichts der mörderischen Spiele der Mächtigen dieser Welt: Was können wir tun, damit die von Roosevelt und Churchill 1941 auf der USS Augusta entworfene Vision einer Weltgemeinschaft politische Praxis wird und sich die planetarische Zivilgesellschaft imstande sieht, den Frieden, die Menschenrechte und den Völkern der Welt ein auskömmliches Leben zu sichern? Trotz allem übermittelt uns Jean Ziegler mit diesem lebendigen, leidenschaftlichen und sehr persönlichen Buch eine Botschaft der Hoffnung.

Jean Ziegler, Bürger der Republik Genf, Soziologe, ist emeritierter Professor der Universität Genf. Er war bis 1999 Nationalrat (Abgeordneter) im Eidgenössischen Parlament und von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Heute ist er Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrats. Er ist Träger verschiedener Ehrendoktorate und internationaler Preise, wie z. B. des Internationalen Literaturpreises für Menschenrechte (2008). Seine in viele Sprachen übersetzten Bücher haben erbitterte Kontroversen ausgelöst und Jean Ziegler hohes internationales Ansehen verschafft.

Jean Ziegler
Der schmale Grat der Hoffnung
Meine gewonnenen und verlorenen Kämpfe und die, die wir gemeinsam gewinnen werden 
320 Seiten
19,99 € [D] / € 20,60 [A] / CHF 26,90
C. Bertelsmann Verlag ET: 13. März 2017
 

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

UN-Menschenrechtsausschuss macht Paraguay für Einsatz verbotener Pestizide verantwortlich

Der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen gibt dem paraguayischen Staat die Schuld an schweren Pestizidvergiftungen durch den Einsatz verbotener Agrochemikalien in Sojaplantagen. Es handelt sich um die erste derartige Entscheidung des Ausschusses. Das UN-Gremium fordert Paraguay auf, die Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen, die Opfer vollständig zu entschädigen und den Beschluss des Ausschusses in einer Tageszeitung mit hoher Auflage zu veröffentlichen. Zudem muss Paraguay innerhalb von 180 Tagen eine Untersuchung des Pestizid-Einsatzes im Land mitsamt der dadurch verursachten Kontamination von Wasser, Böden und Lebensmitteln sowie der Vergiftung von Menschen einleiten. 

28.08.2019mehr...
Stichwörter: UN, Recht auf Nahrung, Zivilgesellschaft, Ziegler, UN-Sonderberichterstatter, Menschenrechtsrat, Menschenrecht

EU-Bürgerinitiative fordert Recht auf Nahrung

Breites Bündnis will Ernährung als Menschenrecht verankern

EU-Bürgerinitiative fordert Recht auf Nahrung © stock.adobe.com/monticellllo

Millionen Menschen in Europa sind von Ernährungsunsicherheit betroffen, während ein Drittel der produzierten Lebensmittel verschwendet wird und Ökosysteme durch intensive Landwirtschaft werden. Gleichzeitig haben viele Landwirte Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, und für eine nachhaltige Bewirtschaftung fehlt es an Ressourcen und politischem Willen. Eine Europäische Bürgerinitiative, die Anfang des Jahres gestartet wurde, will das ändern. Die EU wird damit aufgefordert, Nahrung als grundlegendes Menschenrecht anzuerkennen – und damit allen Menschen in der EU den Zugang zu gesunder und nachhaltiger Nahrung zu garantieren.

10.04.2026mehr...
Stichwörter: UN, Recht auf Nahrung, Zivilgesellschaft, Ziegler, UN-Sonderberichterstatter, Menschenrechtsrat, Menschenrecht

Tausende demonstrieren in Berlin für die Agrarwende

‚Wir haben es satt!‘-Bündnis fordert Kurswechsel in der Agrarpolitik

Tausende demonstrieren in Berlin für die Agrarwende © Moritz Richter / www.wir-haben-es-satt.de

Rund 8.000 Menschen haben nach Angaben der Veranstalter am Samstag in Berlin an der ‚Wir haben es satt!‘-Demonstration teilgenommen und von der Bundesregierung eine gemeinwohlorientierte Agrarpolitik gefordert. Etwa 60 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Klimaschutz sowie der Zivilgesellschaft riefen zu mehr Tierwohl, konsequentem Klima- und Umweltschutz, fairen Erzeugerpreisen und dem Erhalt vielfältiger bäuerlicher Betriebe auf.

19.01.2026mehr...
Stichwörter: UN, Recht auf Nahrung, Zivilgesellschaft, Ziegler, UN-Sonderberichterstatter, Menschenrechtsrat, Menschenrecht



EU-Saatgutrecht: Ratsposition in der Kritik

Risiken für Vielfalt, Bio-Züchtung und bäuerliche Unabhängigkeit

10.12.2025mehr...
Stichwörter: UN, Recht auf Nahrung, Zivilgesellschaft, Ziegler, UN-Sonderberichterstatter, Menschenrechtsrat, Menschenrecht