Start / News / Ökologie / Neue Bienengifte: Umweltinstitut München verklagt BVL

Umweltinstitut München

Neue Bienengifte: Umweltinstitut München verklagt BVL

Die EU-Kommission hat neue Insektengifte zugelassen. Sulfoxaflor, Cyantraniliprol und Flupyradifuron sollen zum Einsatz kommen, wo ältere Gifte nicht mehr wirken oder verboten wurden. Bevor die neuen Wirkstoffe auf die Äcker kommen, muss auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Pestizide genehmigen.

Auf Nachfrage des Umweltinstituts München habe das BVL mitgeteilt, keine Auskunft darüber geben zu können, ob ein  Genehmigungsantrag vorliege. Dies sei Geschäftsgeheimnis der Firmen, die die Mittel herstellten.

„Durch die Geheimniskrämerei des BVL ist es uns unmöglich, der Behörde als unabhängiges Institut auf die Finger zu schauen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, das BVL auf Herausgabe der Information zu verklagen“, heißt es in einer Mitteilung des Umweltinstituts.

Wer die Arbeit des Umweltinstituts für die Bienen langfristig unterstützen möchte, kann über folgenden Link Fördermitglied werden: www.umweltinstitut.org/spendenfoerdern/foerdermitglied-werden.html

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Agrarministerkonferenz: Mehrheit will Pestizidrecht lockern

Umweltinstitut München warnt vor Rückschritten

Agrarministerkonferenz: Mehrheit will Pestizidrecht lockern © Markus Burke

Auf der Agrarministerkonferenz (AMK) haben sich die meisten Minister für weitreichende Lockerungen im Pestizidrecht ausgesprochen. Sie unterstützten damit Inhalte eines Antrags aus Sachsen, der aufgrund von Vorbehalten aus Niedersachsen, Hamburg und Bremen aber keine Einstimmigkeit fand. Das Umweltinstitut München sieht in der Mehrheit für die Lockerungen ein „fatales politisches Signal“ und warnt vor Rückschritten beim Umwelt- und Gesundheitsschutz.

20.03.2026mehr...
Stichwörter: Umweltinstitut München

Rechtsgutachten: EU-Pläne zu Pestiziden verstoßen gegen EU-Recht

Umweltorganisationen pochen auf Vorsorgeprinzip

Rechtsgutachten: EU-Pläne zu Pestiziden verstoßen gegen EU-Recht © sauletas / Fotolia

Die EU-Kommission steht wegen geplanter Änderungen im Pestizidrecht in der Kritik. Ein heute veröffentlichtes Rechtsgutachten mehrerer Umwelt- und Verbraucherorganisationen kommt zu dem Schluss, dass der Gesetzentwurf gegen europäische Schutzstandards und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) verstößt. Sie fordern die Mitgliedstaaten und insbesondere die Bundesregierung auf, den Vorschlag im EU-Rat abzulehnen.

27.01.2026mehr...
Stichwörter: Umweltinstitut München

Kritik an EU-Omnibus: Pestizid-Kontrolle in Gefahr

Wissenschaftler und NGOs sehen Angriff auf den Umwelt- und Verbraucherschutz

Einen Tag bevor die EU-Kommission ihr sogenanntes ‚Food and Feed Omnibus‘-Paket offiziell vorstellen will, haben Wissenschaftler, Rechtsexperten und die NGOs Deutsche Umwelthilfe, Umweltinstitut München und Foodwatch die Pläne auf einer Pressekonferenz erneut scharf kritisiert. So hätte die geplante Lockerung der Pestizid-Zulassung „massive Auswirkungen“ auf Umwelt und Menschen in der EU. Das beschleunigte Omnibus-Gesetzgebungsverfahren sei zudem europarechtlich fragwürdig.

15.12.2025mehr...
Stichwörter: Umweltinstitut München