Lebensmittel sollen nicht reich machen
AoeL fordert neue Regeln für die Nahrungsmittelmärkte
Mit Essen spekuliert man nicht an den Börsen. Das sagt die Assoziation ökologischer Lebensmittel-Hersteller (AoeL) mit Blick auf die jüngsten Preisexplosionen an den internationalen Getreide- und Nahrungsmittelmärkten. „Es darf nicht sein, dass trotz ausreichender Ernten derzeit Engpässe nur deshalb entstehen, weil Spekulanten die Preise von Agrarrohstoffen in die Höhe treiben“, sagt AoeL-Geschäftsführer Alexander Beck.
Die AoeL begrüßt daher den Vorstoß der Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, die gemeinsam mit der französischen Regierung eine Initiative zur Begrenzung der Energie- und Rohstoffpreis-Schwankungen einbringen will. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatte bereits angekündigt, dass die Stabilisierung der Rohstoffpreise eine der Prioritäten der französischen G-20-Präsidentschaft wird. Bereits im Vorfeld hat die FAO am 24. September ein außerordentliches Treffen von Regierungsvertretern zu den aktuellen Spannungen auf dem Nahrungsmittelmarkt einberufen.
Die Lebensmittel-Hersteller fordern nicht nur Ober- und Untergrenzen für die Zahl der Kontrakte. „Unserer Ansicht nach sollten an Terminmärkten nur Produzenten, Händler oder Abnehmer eines Rohstoffs handeln dürfen und reine Spekulanten ausgeschlossen werden“, betont Beck. Und AoeL-Vorstandsmitglied Peter Geldner, Geschäftsführer der Meyermühle, argumentiert: mit Blick auf die hungernde Weltbevölkerung: „Nahrungsmittel sollen schließlich nicht wenige reich, sondern alle satt machen.“







