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Demeter wählte Aufsichtsrat

Delegierte beschäftigten sich intensiv mit Tierwohl

Hessens Staatssekretärin Beatrix Tappeser aus dem Landwirtschaftsministerium betonte auf der Delegiertenversammlung des Demeter Verbandes in ihrem Grußwort die besondere Verantwortung der Öko-Bauern für Gesundheit und Vielfalt der Nutztiere. Das Tierwohl war Gegenstand einer Podiumsdiskussion. Außerdem wählten die Delegierten  den Aufsichtsrat neu.

In das Gremium zogen ein: Sascha Damaschun vom Naturkostgroßhandel Bodan, Udo Fischer vom Babykosthersteller Holle, Thea Gabriel, Milchbäuerin aus Marburg, Jan-Uwe Klee vom Forschungsrings und Thomas Maier von der Beutelsbacher Fruchtsaftkelterei sorgen für Kontinuität in der Arbeit dieses Führungsgremiums. Sie gehörten bereits dem bisherigen Aufsichtsrat an. Neu dabei sind Thomas Schmid vom Heggelbachhof in Baden Württemberg, Sabine Adams, Demeter-Bäuerin aus Norddeutschland und Isabell Hildermann vom Getreidespezialisten Spielberger. Als Vertreter des befreundeten anthroposophischen Umfeldes unterstützt nun Alexander Schwedeler von der Triodos-Bank die Demeter-Arbeit.  

Verabschiedet und für ihr langjähriges Engagement besonders gewürdigt wurden der bisheriger Vorsitzende des Aufsichtsrates, der Stuttgarter Landwirt Christoph Simpfendörfer vom Reyerhof und seine Mitstreiter Dietrich Bauer (Dottenfelderhof Bad Vilbel), Franz Obermeyer (Milchbauer aus Süddeutschland), Jan-Peter Bauck (Bauck Gmbh & Co. KG) und Justus Wittich (Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft).

Zum Auftakt der Delegiertenversammlung beschäftigten sich die Demeter-Vertreter erneut intensiv mit dem Thema Tierwohl. Dabei gab es ein Novum, denn mit Jan Plagge (Präsident Bioland) und Steffen Reese (Geschäftsführer Naturland) nahmen zum ersten Mal auch die Repräsentanten der großen deutschen Bio-Verbände an der Demeter-Jahrestagung teil.

Sie würdigten in einem Podiumsgespräch die gemeinsame Arbeitsgemeinschaft Tierwohl, die ein verbandsübergreifendes Kontrollverfahren für höchstes Tierwohl eingeführt hat. Dafür wurden Kriterien für die verschiedenen Tierarten entwickelt, die transparent und nachvollziehbar sind. Mit Alexander Gerber, Vorstand im Demeter, waren sie sich einig, dass so die ohnehin meist sehr gute Tierhaltung auf den fast 10.000 Mitgliedsbetrieben gestärkt und mögliche Schwachstellen abgestellt werden können.

Der Schweizer Demeter-Bauer Martin Ott begeisterte die Versammlung mit seiner Darstellung der Mensch-Kuh-Beziehung, die er als ergebnisoffene Partnerschaft gestalten möchte. Sein Verständnis einer vertikalen Agrarkultur dient der nachhaltigen Bodenfruchtbarkeit ebenso wie der biologischen Vielfalt und dem Wohlbefinden der Tiere und macht letztlich „den Menschen glücklicher“. Die industriell geprägte, horizontale Landwirtschaft dagegen verdient nach Otts Urteil diese Bezeichnung nicht, sondern sei schlicht Raubbau. 

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