Start / Ausgaben / BioPress 79 - April 2014 / Bio Vinschgau mit Vorteilen

Obst + Gemüse

Bio Vinschgau mit Vorteilen

Der Apfel ist die wichtigste europäische und deutsche Frucht auf dem Bio-Markt. Die Ernte war 2013 in den meisten Anbaugebieten durchschnittlich und lag europaweit bei rund 110.000 Tonnen. Im Discount liegt das Preisniveau bei 2,65 Kilo, im LEH bei 2,99 Euro und im Naturkostfachhandel 50 Cent darüber.

Bio Vinschgau in Südtirol verzeichnete 2013 mit 25.000 Tonnen Bio-Äpfeln eine gute Ernte, wie Verkaufsleiter Gerhard Eberhöfer auf der Biofach mitteilte. „Mit dieser Menge werden wir den Anschluss an die neue Ernte schaffen“, sagte Eberhöfer. Bio Vinschgau kann den Handel damit ganzjährig beliefern.

Die Verfügbarkeit ist ein großer Pluspunkt für uns. Die Sortimentsbreite ist im Sommer natürlich nicht mehr gegeben“, stellt Eberhöfer fest. Da wird es Spätsorten wie den lagerfähigen Pinova geben.

Die Äpfel sind überwiegend kleinkalibrig und damit saftig und knackig. Die Optik ist aufgrund des sonnenreichen, niederschlagsarmen Klimas ansprechend.

Das aktuelle Preisniveau für die Erzeuger betrachtet Eberhöfer als zufriedenstellend. Die Erzeugerpreise sind zwar nicht so hoch wie am Ende der vergangenen Saison, aber höher als zu Beginn der Saison 2012/13.

Auf Erzeugerebene liegt das Bio-Preisniveau deutlich über dem konventionellen. „Der Bio-Bauer muss mehr bekommen, um das gleiche Einkommen zu erzielen wie der konventionelle Kollege“, erläutert Eberhöfer. Der Ertrag pro Hektar liegt bei Bio-Äpfeln um 30 Prozent unter dem herkömmlichen Anbau.

Der Vinschgau nutzt inzwischen auch g.g.A. (geschützte geografische Angabe) in der Bio-Vermarktung. „Das ist positiv angekommen beim Handel und rundet unser Bild ab“, so Eberhöfer. 13 Sorten, die in Südtirol im Anbau sind, dürfen das europäische g.g.A. Zeichen tragen.

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