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Spätzle aus Alb Hartweizen

Jungunternehmer André Freidler will 100 Prozent regional

Das Thema Regionalität ist derzeit in aller Munde. In einer sich immer schneller drehenden, globalisierten Welt suchen die Menschen verstärkt Halt an festen Werten und vertrauten Orten. Tradition und Heimat sind Begriffe, welche auch die Wertigkeit von Lebensmitteln unterstreichen. Die ersten Spätzle aus 100 Prozent regionalem Hartweizen von der Schwäbischen Alb bietet nun das Trochtelfinger
Familienunternehmen Alb-Gold an.

Gemeinsam mit einem Saatgutzüchter, einem Landwirt und einer Mühle engagiert sich der mittelständische Teigwaren-Hersteller für regionalen Hartweizen von der Alb. Ziel ist es, über die Selektion vorhandener Sorten zumeist sogenannter Hofsorten mit speziellem regionalem Charakter  den passenden Hartweizen für die raue Alb zu finden.

Im vorletzten Jahr hat Bio-Landwirt Frank Siefert von den Steighöfen oberhalb des Lautertals mit dem ersten großflächigen Anbau begonnen. Seines Wissens war dies der erste Versuch mit Hartweizen auf der Alb. Denn das Nudel-Getreide wächst bevorzugt in warmen und trockenen Gebieten. Die Alb zählt bekannter maßen mit ihrem eher rauen Klima nicht unbedingt dazu.

Für Bauer Siefert sind die schwierigen Bedingungen auf der Alb, mit den kargen Böden und dem besonderen Klima, der Anreiz dafür, auch mal etwas Besonderes zu probieren. „Mit einem kurzfristigen Erfolg darf man hier allerdings nicht rechnen“, Leider hat uns im Winter 2012/13 ein richtiger Bodenfrost gefehlt.

Dann hätten wir deutlich weniger Druck durch Unkraut gehabt. Die Kälte und Feuchtigkeit im Frühjahr haben ihren Teil zur nicht ganz befriedigenden Ernte beigetragen“, führt der Bio-Bauer aus.

Am Ende erntete er mit Stolz im Spätsommer eine ausreichend große Menge. Nach der Vermahlung in der Römersteiner Mühle wurden bei Alb-Gold aus dem Vollkornmehl besondere Spätzle. Ein Anfang ist gemacht und rund 4.500 Packungen konnten produziert werden.

Diese limitierte Auflage geht jetzt im Landmarkt des Kundenzentrums in Trochtelfingen, im Mühlenladen in Römerstein, der Markthalle Reutlingen, bei ausgesuchten Lebensmittelhändlern und natürlich im Internet an die Fans regionaler Spätzle.

André Freidler, Juniorchef bei Alb-Gold, ist vom langfristigen Erfolg überzeugt: „Wenn Landwirte, Mühle und auch wir als Hersteller profitieren können, dann wird ein solches Projekt erfolgreich.“

Kurzfristig kann regional sicher nur ein kleiner Prozentsatz an Hartweizen auf der Alb angebaut werden. Der Jungunternehmer denkt in längeren Perioden und er arbeitet an der Zukunftsvision von 100 Prozent regionalen Rohstoffen von der Alb.

 


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