Herrmannsdorfer Landwerkstätten stellen aus
FOOD & LIFE 2006 vom 7. bis 10. Dezember in der Neuen Messe München
Wer sich gesund ernähren will, greift häufig auf Biolebensmittel zurück. Alle Nahrungsmittel, die sich mit „bio“ oder „öko“ schmücken, müssen die Kriterien der EU-Öko-Verordnung 2092/91erfüllen. Diese verbietet beispielsweise den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und gentechnisch veränderter Organismen. Verlangt wird darüber hinaus eine artgerechte Tierhaltung außerdem dürfen die Futtermittel keine Antibiotika oder Leistungsförderer enthalten oder gentechnisch verändert sein. Zurück zu den Wurzeln, zu den überlieferten naturgemäßen Formen des Ackerbaus, der Viehzucht, der Lebensmittelverarbeitung und zu einer gesunden, bewussten Ernährungsweise ist auch das Credo der Herrmannsdorfer Landwerkstätten in Glonn im Landkreis Ebersberg.
Die Herrmannsdorfer Landwerkstätten sind der Mittelpunkt eines Netzwerkes von etwa 70 ökologisch wirtschaftenden Bauern und Herstellern in der Region. Dabei übernimmt Herrmannsdorf als Schwerpunkt die Verarbeitung der ökologisch erzeugten Pflanzen und Tiere in Metzgerei, Bäckerei, Käserei und Brauerei sowie die Vermarktung. Auf diese Weise sind die vielen Stufen der Verarbeitung auf kurzem Wege vereint; es wird wieder Nähe hergestellt zwischen dem Ort, an dem die Pflanzen und Tiere wachsen und dem Ort, wo sie zu Lebensmitteln umgewandelt und auch vermarktet werden. Hinter diesem Herrmannsdorfer Verbund steht ein umfassendes Leitbild eines achtsamen Umgangs mit allem Leben und Lebensnotwendigen. „Die Qualität des Essens ist der Gradmesser für die Wertschätzung, die der Mensch sich selber schenkt.“ Nach diesem Grundsatz seines Vaters Karl Ludwig Schweisfurth führt Karl Schweisfurth heute die Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Im "Wirtshaus zum Herrmannsdorfer Schweinsbräu" stellt Thomas Thielemann mit seiner Naturküche für Feinschmecker täglich aufs Neue unter Beweis, dass man regionale Zutaten so zubereiten kann, dass ihr Eigengeschmack unverfälscht zur Geltung kommt.
Auf der diesjährigen FOOD & LIFE lassen sich die Verantwortlichen der Herrmannsdorfer Landwerkstätten in die Karten gucken. Die Messebesucher haben dabei die Möglichkeit, zu kosten, zu schmecken, zu riechen und anzufassen, was die Glonner so zu bieten haben. Am Stand 411 in der Halle B0 werden darüber hinaus verschiedene Bierspezialitäten aus der Brauerei in Herrmannsdorf ausgeschenkt. Denn das Reinheitsgebot fängt schon auf dem Acker an: Beim ökologischen Gersten- und Hopfenanbau. Ohne Pestizide und ohne synthetische Düngemittel. Und beim Brauprozess wird nichts hinzugefügt und nichts durch Filtern weggenommen.
Auch in der Bäckerei wird ausschließlich wertvolles Korn aus ökologischem Anbau verwendet. Die Handwerksmeister verbacken das volle Korn mitsamt dem Keimling und allen sieben Schalen. Da sind noch alle Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe drin, die die Natur in das volle Getreidekorn gelegt hat. Und weil der Keimling empfindlich ist und schnell ranzig wird, wird das Korn jeden Tag frisch in der eigenen Steinmühle gemahlen. Dem Mehl wird dann nur noch Wasser, Meersalz und Natursauerteig zugegeben, wobei der Sauerteig bereits 15 Jahre alt ist.
Und damit sich die Interessenten selbst ein Bild davon machen können, darf auf der FOOD & LIFE auch gebacken werden. Die Besucher sind am Stand eingeladen, sich selbst als Bäcker zu versuchen. Dabei steht der Bäckermeister den wagemutigen Messebesuchern mit Rat und Tat zur Seite. Das Brot kann nach entsprechender Backzeit natürlich mit nach Hause genommen werden.







