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Friedrich betont Ökonomie

Ökologische Agrarpolitik ist vom neuen Minister nicht zu erwarten

Bei seiner ersten Auslandsreise hat Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich Gespräche in Paris mit seinem französischen Amtskollegen Stéphane Le Foll geführt, wie das Ministerium mitteilte. Eine ökologischere Agrarpolitik ist vom neuen Agrarminister nicht zu erwarten, wie seinen Äußerungen zu entnehmen ist.

Landwirtschaftsminister Friedrich betonte: „Landwirte sind Unternehmer und als solche den ökonomischen Naturgesetzen unterworfen wie alle anderen Unternehmer auch.“ Das klingt nicht nach einer umweltfreundlichen, nachhaltigen Agrarpolitik. Ökonomisches Naturgesetz heißt, immer preiswerter immer mehr produzieren auf Kosten der Natur.  

Die Zukunft sieht Friedrich in der Nutzung neuer Techniken. Damit meint er nicht die wissenschaftlichen Erkenntnisse des FiBL (Forschungsinstitut für Biologischen Landbau), sondern die Produkte der Agrar-Konzerne. „Beim Thema des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen müsse der Aspekt der nationalen Souveränität und Subsidiarität immer berücksichtigt werden“, betonte Friedrich. Das klingt nicht wie ein Nein zu GVO. Die Agro-Gentechnik hat bisher die Artenvielfalt verringert und Existenzen von Kleinbauern vernichtet. Genutzt hat sie nur Agrarkonzernen wie Monsanto.

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