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Pestizide

Keine Pestizide auf Vorrangflächen

Grünen bestehen auf Förderung der Artenvielfalt

Der Europaabgeordnete und agrarpolitische Sprecher der Grünen, Martin Häusling, fordert EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos auf, sich nicht dem Druck von 23 Mitgliedstaaten nach einer Lockerung des Pestizidverbots auf ökologischen Vorrangflächen zu beugen.

„Das Verlangen der 23 Mitgliedstaaten, auf den im Greening festgelegten ökologischen Vorrangflächen Pestizide sprühen zu dürfen, ist völlig absurd. Es konterkariert alle Bemühungen für mehr Balance zwischen Landwirtschaft und Artenvielfalt zu sorgen“, erklärt Häusling. Nach wie vor trägt die konventionelle Landwirtschaft in erheblichen Umfang zum Artenverlust bei.

Die Vorrangflächen wurden für den Anbau von Leguminosen wie Soja, Erbsen oder Bohnen freigegeben. „Dieses Zugeständnis darf nun aber nicht dazu führen, dass der an sich sinnvolle Leguminosenanbau zu mehr statt zu weniger Gift auf den Äckern führt. Wir wollen mit den ökologischen Vorrangflächen die Biodiversität fördern und nicht blockieren“, mahnt Häusling. Statt über den Pesitizideinsatz zu streiten, sollten die Mitgliedsstaaten ihre Landwirte beraten, wie Leguminosen ohne den Einsatz von Pestizide angebaut werden, fordern die Grünen.

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