USA
Neues Gesetz zu Lebensmittelallergenen in Kraft getreten
USA
(aea06/u-19/A8A9) Laut des US amerikanischen Nahrungsmittelbehörde wird in vielen Nahrungsmittelbetrieben immer noch zu wenig auf allergene Stoffe geachtet. Das geht aus einer Studie des US amerikanischen Zentrums für Nahrungsmittelsicherheit hervor, die auf Inspektionen der Food and Drug Administration (FDA) im Jahr 2004 basiert.
Die Studie wurde durchgeführt, nachdem ein neues Gesetz in Bezug auf Allergene und den Schutz von konsumenten am 01. Januar 2006 in Kraft getreten ist. Das Gesetz verpflichtet Nahrungsmittelhersteller dazu, Zutaten, die Teile von den am häufigsten auftretenden Allergenen enthalten, auf den Etiketten anzugeben. Zu diesen Inhaltsstoffen, die auf jeden Fall angegeben werden müssen, gehören Milch, Eier, Fisch, Krustentiere, Nüsse, Erdnüsse, Weizen und Sojabohnen. Diese Inhaltsstoffe sind für 90% aller in den USA auftretenden allergischen Reaktionen verantwortlich. Zusätzlich verwenden viele Hersteller Hinweise auf Produkte, die eventuell enthalten sein könnten, nachdem ein Produkt beim Herstellungsprozess mit diesen Stoffen in Berührung gekommen ist.
Bei den Betrieben wurde primär kontrolliert, ob beim Herstellungsprozess ausreichend darauf geachtet wurde, das Risiko des Kontaktes mit Allergenen zu reduzieren. Zu den erforderlichen Maßnahmen gehören die regelmäßige Kontrolle der ProduktEtiketten und der für die Herstellung benötigten Geräte. Auch die Reinigungsmaßnahmen, der Umgang mit den Produkten und die Inspektion der fertigen Produkte und Verpackungen waren Bestandteil der Untersuchung.
Die Verunreinigung von Nahrungsmitteln mit Allergenen ist ein großes Problem für viele Hersteller, da Produkte zurückgerufen werden müssen, sobald diese mit Allergenen in Berührung gekommen sind, die nicht auf dem Etikett aufgeführt sind. Von 1999 bis 2004 wurden aus diesem Grund 462 Produkte zurückgerufen, am häufigsten Lebensmittel aus dem Bereich Backwaren (ca. 30%). An zweiter Stelle kommt Speiseeis mit 10% der Rückrufe.
Die FDA hat bei ihren Inspektionen herausgefunden, dass relativ viele Betriebe keine Kontrollrnaßnahmen in Bezug auf Allergene in Nahrungsmitteln einsetzen. Laut dem Zentrum für Nahrungsmittelsicherheit liegt das Hauptproblern in Produktionsmaschinen, die schwer zu reinigen sind und zudem für andere Produkte, die Allergene beinhalten, benutzt werden. Um zu verhindern, dass Nahrungsmittel beim Herstellungsprozess mit anderen Allergenen in Berührung kommen, muss daher darauf geachtet werden, dass die Produktionsanlagen sehr gründlich gereinigt werden, bevor sie für ein anderes Produkt verwendet werden. Es ist sicherer, eine Produktionsanlage nur für ein bestimmtes Produkt zu verwenden.
Zudem rät das Zentrum für Nahrungsmittelsicherheit, Inhaltsstoffe, die allergene Stoffe enthalten, direkt bei der Annahme der Lieferung im Produktionsstandort von anderen Nahrungsmitteln zu trennen. In der Studie wurde festgestellt, dass 55% der Hersteller allergenhaltige Produkte von anderen Produkten trennen, und dass 29% dieser Hersteller die allergenhaItigen Produkte in abgeschlossenen Tanks lagern. In einer weiteren Studie hat das Zentrum für Nahrungsmittelsicherheit herausgefunden, dass viele Kunden Produkten skeptischer gegenüber stehen, wenn Allergene auf dem Etikett aufgeführt sind. (meatprocess)







