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65.000 Produkte mit Bio-Siegel

Seit elf Jahren lassen sich mehrere tausend Unternehmen bei der Informationsstelle Bio-Siegel in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beraten. Mehr als 4.100 Firmen entschieden sich bisher, das staatliche Bio-Siegel freiwillig auf Produkten einzusetzen. Als 65.000ste Produkt kam ein Apfelsaft aus Thüringer Streuobstwiesen der Firma GL ObstNatur dazu.

„Für das Bio-Siegel hat sich ein junges Unternehmen entschieden, das als Ergebnis des von der Grünen Liga entwickelten Projektes ObstNatur entstanden ist“, sagte Hanns-Christoph Eiden, Präsident der (BLE), bei der Urkundenüberreichung für das 65.000ste Bio-Siegel-Produkt in Weimar.

Wer Streuobstwiesen pflege, daraus Produkte entwickele und eine Regionalmarke aufbaue und gleichzeitig die Verbraucher durch Aktionen einbinde, erhalte die Sortenvielfalt und stärke nachhaltiges Wirtschaften, erklärte Eiden. Das heute mit dem Bio-Siegel ausgezeichnete Produkt verbinde damit in besonders eindrücklicher Weise regionale Herkunft und Erzeugung nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus.

Das Ziel der für ihren Apfelsaft aus Streuobstwiesen ausgezeichneten GL ObstNatur ist es, Bio-Streuobst aus Mittelthüringen aufzukaufen, mit regionalen Betrieben zu verarbeiten und diese Produkte in der Region zu vermarkten. Daneben fungiert sie als Ansprechpartner für Streuobstbelange und belebt so das Interesse sowie das Bewusstsein der Verbraucher für den traditionellen Obst­bau.

„Unternehmen wie der GL ObstNatur UG verdanken wir, dass die Lebensmittelwirtschaft innovativ bleibt und der Bio-Markt in Deutschland weiter wächst“, so der BLE-Präsident. Die Attraktivität des Bio-Siegels bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ist ungebrochen: Rund 87 Prozent kennen das Zeichen und dies ist insbesondere für 50 Prozent der Gelegenheits- und Zufallskäufer sehr wichtig. „Daher ist es aus Marketinggründen für viele Unternehmen sinnvoll, das Bio-Siegel weiterhin zu nutzen, auch neben dem europäischen Zeichen“, betonte Eiden.


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