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Biofino übernimmt Verantwortung

Bio-Geflügelspezialist legt Nachhaltigkeitsbericht vor

Biofino aus Emstek in Niedersachsen hat 2012 erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen beliefert den Handel mit biologischem Hähnchen- und Putenfleisch. Mit einer Menge von 5.000 Tonnen und einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent ist das Unternehmen führend in der Bio-Geflügelbranche. 

„Nachhaltigkeit bedeutet für Biofino die Übernahme von Verantwortung für das unternehmerische Handeln. Da­bei orientieren wir uns an der Maxime, dass spätere Generationen nicht für die Folgen unseres heutigen Handelns aufkommen müssen, weder auf wirtschaftlicher, noch auf ökologischer, noch auf sozialer Ebene“, schreibt Christoph Reents, Geschäftsführender Gesellschafter. Reents hat einen umfassenden Begriff für Nachhaltigkeit,  der für Verbraucher, Kunden, Partnerbetriebe, Mitarbeiter, Tiere, Umwelt und Gesellschaft gültig ist.

Der Anspruch ist hoch und nicht immer oder sofort einzulösen. Die Verbraucher sieht das Unternehmen außerhalb seines Einflusses. Durch Werbung und Öffentlichkeitsarbeit können sie aber zum Kauf ökologischen Geflügelfleisches bewegt werden.

Artgerechte Tierhaltung ist Grundlage der ökologischen Wirtschaft

Als Bio-Unternehmen ist Biofino zur artgerechten Tierhaltung verpflichtet. Maßstab sind neben der EU-Ökoverordnung die Naturland-Richtlinien. Von den Erzeugern arbeiten 98 Prozent der Putenhalter und rund 80 Prozent der Hähnchen-Halter nach den Naturland-Richtlinien.

Am Standort Emstek wird das Bio-Geflügel vom Schlachthof angeliefert und verarbeitet. Zerlegung, Veredelung, Verpackung und Frostung geschehen hier. Künftig werden aber alle wichtigen Produktionsstufen von Bio-Brüterei, Schlachtung und Herstellung fertiger Produkte in Emstek zentralisiert. Für 2014 ist ein eigener Geflügel-Schlachthof ausschließlich für Bio geplant.

Bei der Verpackung sind Karton und Etiketten zum Teil auf FSC umgestellt, ein Siegel für nachhaltige Waldwirtschaft. Biofino plant aber 2013 auf eine Verpackung aus nachwachsenden Rohstoffen umzustellen.
Nachhaltigkeit gilt auch im Umgang mit den Mitarbeitern. Dort bedeutet es angemessene Entlohnung und zusätzliche soziale Leistungen. Darüber hinaus engagiert sich Biofino gesellschaftlich in der Region durch Spenden an Vereine und soziale Einrichtungen wie die Tafel.

Die einzelnen Stufen der Bio-Produktionskette stehen von Beginn an für Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Das Augenmerk gilt auch der Energieeffizienz im eigenen Betrieb. Selbstverständlich arbeitet der Geflügelverarbeiter mit Ökostrom. In der Verarbeitung werden die Produktionszeiten verkürzt. Das spart wiederum Energie. Für 2013 ist eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von circa 200.000 kw/h geplant.

Für 2012 wird der Aufbau eines Umweltmanagement-Systems und die Einbindung in das bestehende Qualitätsmanagement-System angestrebt. Für die Geschäftskorrespondenz wird ausschließlich FSC-zertifiziertes Papier verwendet. Der hauseigene Fuhrpark erfüllt die Euro-5-Norm.


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