Start / Ausgaben / BioPress 73 - November 2012 / Konzept für Qualitätsgeflügel

Konzept für Qualitätsgeflügel

Die Bio-Metzgerei Bühler aus Steinhausen-Rottum in Baden-Württemberg hat ein Konzept für Bio-Hähnchen vorgestellt mit Transparenz und Rückverfolgbarkeit.

Bio-Bühler als Vermarkter arbeitet auf Vertragsbasis mit den Partnern der Produktionskette zusammen von der Brüterei bis zur Schlachterei. Damit gibt es einen Zugriff auf den gesamten Warenstrom. Aufgrund der eigenen unangemeldeten und der staatlichen Kontrollen gilt: doppelt hält besser.

Die Brütereien sind allesamt in Süddeutschland beheimatet, das garantiert kurze Transportwege zum Mastbetrieb und ermöglicht einen engen und schnellen Austausch über den Gesundheitszustand. Die Futtermühlen setzen Rohwaren mit definierten Qualitäten und gesicherten Herkünften ein. Die Lieferanten haben feste Abnahmeverträge, so dass die Rückverfolgung gewährleistet ist. Das Futter wird kontinuierlich kontrolliert auf GVO (gentechnisch veränder­te Organismen), Rückstände von Pestiziden, Schwermetallen und Dioxin.

Die Hähnchen werden in süddeutschen Familienbetrieben mit 2.500 bis 4.800 Mastplätzen eingestallt. Die Bauern haben Abnahmeverträge und Auszahlungspreise, die an die Futterkosten gekoppelt sind. Die Landwirte dürfen nur hofeigenes Futter und von Partnermühlen einsetzen. Den Mästern steht eine Beratung zur Verfügung. Regelmäßig gibt es Schu­lungen und Erfahrungsaustausch.

Die Tiertransporte finden in Eigenregie statt in tierge­rechten Geflügel-LKW mit geschulten Fahrern.  Die Schlachtereien verfügen über geschultes und ausreichend Personal um einen tiergerechten Ablauf zu sichern. Proben des Fleisches werden mikrobiologisch, auf Dioxin und Arzneimittelsrückstände untersucht.
Auf das abgepackte Produkt ist eine Nummer aufgedruckt. Der Kunde kann sie auf bio-mit-gesicht.de eingeben und das Produkt zurückverfolgen zum Erzeuger.


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