Tegut
Migros übernimmt Tegut
Schweizer wollen in Expansion investieren
Die Migros Zürich hat den mittelständischen Lebensmittelfilialisten Tegut aus Fulda in Hessen zu 100 Prozent übernommen. Tegut betreibt 290 Filialen und erzielt einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Den Kaufpreis nannten die Gutberlet Stiftung und Migros nicht.
Die Gutberlet-Stiftung hat nach einer eigenen Mitteilung die Handelssparte mit den Tegut-Filalien an das Schweizer Einzelhandelsunternehmen Migros verkauft. Die Produktionsbetriebe herzberger Bäckerei und kff (Kurhessische Fleischwaren Fulda) bleiben weiter im Besitz der Gutberlet-Stiftung. Die Verhandlungen mit Migros waren bereits an die Öffentlichkeit gedrungen und von Mehrheitseigentümer Wolfgang-Gutberlet bestätigt worden.
Die Migros sieht in dem Kauf ein langfristiges Engagement und wird einen zweistelligen Millionenbetrag in die Aufwertung und Ausweitung des Filialnetzes investieren. Die Zentrale verbleibt in Fulda wie auch das Handelsgeschäft mit über 5.000 Mitarbeitern. Thomas Gutberlet wird das Unternehmen weiter leiten.
„Mit der Migros haben wir nicht nur einen leistungsfähigen Partner gefunden, sondern auch einen, der eine Kultur pflegt, die den Bemühungen von Tegut entspricht. Dank der Kraft und Unterstützung dieses grossen Unternehmens wird Tegut seinen Wirkungsraum erweitern können“, erklärten Wolfgang und Thomas Gutberlet übereinstimmend.
Jörg Blunschi, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Zürich, sieht in der Übernahme großes Potenzial: „Ich freue mich außerordentlich, dass der Erwerb zustande gekommen ist. Dank der Kooperation mit der Migros wird Tegut wieder wachsen und das einzigartige Profil gestärkt. Außerdem sind wir überzeugt, dass Tegut von der Migros als weltweit führendem Eigenmarken-Hersteller profitieren wird.“







