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EKD gegen Biopatente

Studie zur Ernährungssicherung spricht gegen europäische Praxis

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat sich in die Debatte um Biopatente eingeschaltet. Eine  EKD-Studie belegt, dass die aktuelle Patentierungspraxis untragbar ist. Eine Fortsetzung der gegenwärtigen Patentierungspraxis würde den dramatischen Verlust der Vielfalt an Nutzpflanzen und -tieren weiter beschleunigen.

„Die genetischen Ressourcen der Natur müssen allen Menschen zu gute kommen und dürfen nicht durch Patentierung zur Privatsache gemacht werden“, erklärt Harald Ebner, Sprecher für Agro-Gentechnik der Grünen im Bundestag. Die Bundesregierung solle bei der EU-Kommission auf eine entsprechend korrigierte Neufassung der EU-Biopatentrichtlinie drängen.

Gerade für die Kleinbauern in den Entwicklungs- und Schwellenländern seien Patentsysteme, die die traditionelle Wiederaussaat eines Teils der eigenen Ernte unter Strafe stelle, denkbar ungeeignet. Denn sie beschleunigen die Abwärtsspirale aus Abhängigkeit und Verschuldung. Da die Kleinbauern für die globale Ernährungssicherung entscheidend sind, gefährdeten Bio-Patente langfristig das Menschenrecht auf Nahrung.

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