Start / Ausgaben / BioPress 71 - Mai 2012 / Bio-Bauern setzen auf O und G

Bio-Bauern setzen auf O und G

Die deutschen Biolandwirte haben im Jahr 2010 ihre Anbauflächen für Gemüse, Obst und Wein erweitert. Zudem erzeugten sie deutlich mehr Milch und Geflügelfleisch als im Vorjahr. Die Flächen für Kartoffeln und Getreide fielen dagegen geringfügig kleiner aus. Das zeigen aktuelle Zahlen der Strukturdatenerhebung zum Ökolandbau in Deutschland im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau. Danach dehnten die Bio-Gemüsebauern ihre Flächen um knapp zwei Prozent aus. Wichtigste Kultur waren mit Abstand Möhren. Damit werden knapp elf Prozent der Gemüseflächen in Deutschland biologisch bewirtschaftet.

Besonders deutlich fiel das Wachstum im Weinbau aus. Nach einer deutlichen Flächenausdehnung in den Vorjahren wurden die Bio-Rebflächen im Jahr 2010 nochmals um mehr als zehn Prozent auf insgesamt 5.200 Hektar erweitert. Auch die Apfelbauern vergrößerten ihre Anbauflächen um über drei Prozent auf 3.100 Hektar. Das entspricht fast zehn Prozent der deutschen Apfelanbaufläche.

Ein deutliches Plus verzeichneten auch die Bio-Milcherzeuger. Sie lieferten 2010 neun Prozent mehr Milch an. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Milchkühe um zehn Prozent. Der Anteil von Bio-Milch an der gesamten Milchproduktion in Deutschland liegt damit bei zwei Prozent. Auch die Zahl der Legehennen stieg um mehr als zehn Prozent. Ähnlich hoch fiel der Anstieg bei Bio-Masthähnchen und Bio-Gänsen aus.

Leicht rückläufig waren dagegen die Anbauflächen für Bio-Getreide und Bio-Kartoffeln. Bei Getreide wird auf mehr als einem Viertel der Flächen Roggen angebaut, gefolgt von Weizen. Hier setzten die Bio-Landwirte fast ausschließlich auf Brotweizensorten.

 


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