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Forschung

25 Jahre Öko-Landbau an Uni Bonn

Die Forschungsstation Wiesengut öffnet am 1. Juli 2012 ihre Türen

Warum lebt auf den Feldern des Wiesengutes die dichteste Hasenpopulation der Region? Meister Lampe profitiert vom zertifizierten Ökologischen Landbau, der seit 25 Jahren auf der Lehr- und Forschungsstation der Universität Bonn in Hennef/Sieg praktiziert wird.

Am Sonntag,  1. Juli 2012, öffnet das Wiesengut zur Jubiläumsveranstaltung seine Türen. Die Forscher führen durch ein abwechslungsreiches Programm und zeigen Wissenschaft zum Anfassen für Groß und Klein. Medien und alle Interessierten sind herzlich willkommen.

„Nach 25 Jahren Forschung und Praxis zeigt die hier stetig wachsende Feldhasen-Population, dass Landwirtschaft und Naturschutz keine Gegensätze sind“,  sagt Prof. Ulrich Köpke, Leiter des Wiesengutes und Direktor des Instituts für Organischen Landbau der Universität Bonn. Während in Deutschland im Schnitt etwa zwölf Feldhasen pro Quadratkilometer leben, tummelt sich auf den Flächen des Wiesengutes etwa die zehnfache Anzahl.

Mehr über die aktuelle Forschung und die Erfolge des Ökologischen Landbaus auf dem Wiesengut in Hennef erfahren alle Interessierten beim Tag der Offenen Tür am Sonntag, 1. Juli 2012, von 10 bis 18 Uhr. Erwartet werden mehrere Tausend Besucher. Vor den Toren Hennefs im Siegbogen gelegen, zeigt das Wiesengut auf wissenschaftlicher Basis, wie ein landwirtschaftlicher Gemischtbetrieb umweltverträgliche und standortgerechte Erzeugung mit den Zielen von Natur-, Gewässer- und Landschaftsschutz, Jagd sowie Naherholung vereinbaren kann. Ein abwechslungsreiches Programm bietet am ‚Tag der Offenen Tür‘ Einblicke in die wissenschaftlichen Arbeiten, die landwirtschaftliche Praxis und in die Historie zu einem Vierteljahrhundert Ökologischer Landbau an der Universität Bonn.

Die Mitarbeitern des Institutes und des Wiesengutes präsentieren unter anderem Regenwürmer als Ingenieure des Bodens, geben Einblick in Forschungsarbeiten im Unterboden und stellen verschiedene Landmaschinen vor. Interessierte können sich über Optimierungsstrategien im Kartoffelanbau und zu Verfahren der Direktsaat informieren. Führungen zur Biologischen Vielfalt werden angeboten. Versuche und Messtechnik zu Treibhausgasen in der Landwirtschaft werden ebenso vorgeführt wie die tiergerechte Mutterkuhhaltung. Für Kinder finden Rundfahrten mit dem Traktor, Spiele und Schafschur-Vorführungen statt.

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