Start / Ausgaben / BioPress 66 - Februar 2011 / Bio kompetent präsentiert

Bio kompetent präsentiert

Ein kompetentes Bio-Sortiment präsentiert Michael Kavazis, Marktleiter des Staufers aktiv in Rechberghausen bei Göppingen. „Bio ist nicht erst seit gestern im Aufwind. Hier werden Bio-Artikel gut angenommen. Ich bin mir sicher, dass Bio weitere Umsatz-Anteile erobern wird“, erklärt der erfahrene Marktleiter. Neben den bioaffinen Kunden trägt bei Staufers die Kompetenz im Verkauf zum Erfolg bei.

Links: Im Mopro-Regal dominiert die Edeka-Handelsmarke. Ergänzt wird das Angebot mit Bioland Schwarzwaldmilch und Andechser. {_umbruch_}Rechts: Den biologischen Reis-Waffeln wird viel Platz eingeräumt.

In Rechberghausen, eine Nachbargemeinde der Märklin-Stadt Göpingen, steht ein Staufers E- aktiv Vorzeigemarkt. Marktleiter Kavazis generiert einen zweistelligen Bio-Anteil am Umsatz von geschätzten acht Millionen. Die Zusammensetzung des Sortiments muss stimmen. Zusätzlich braucht es einen bio-affinen Standort und eine gekonnte Präsentation.


Bulgur, Polenta, Zucker, Gnocchi: Bei Staufers ist Bio-Vielfalt angesagt.
1.800 der insgesamt 18.500 Artikel tragen das Bio-Siegel. Die Platzierung folgt nicht dem Regal-Layout der Edeka-Zentrale. „Das machen wir selbst“, verrät Kavazis. Da stehen zum Beispiel die Gut & Gerne Haferflocken der Bio-Zentrale neben den Bio-Multiflocken von Kölln. „Das war eine Idee von uns“, betont Kavazis. Diese kleinen Tuningmaßnahmen optimieren den Verkauf. Jedes Produkt muss im passenden Umfeld stehen. Mit Kölln assoziieren viel Konsumenten Haferflocken. Aus biologischer Herstellung haben die Elmshorner diesen Artikel nicht, die Bio-Zentrale aber sehr wohl.

Auch an der Logistik-Schraube wird gedreht. Bei frischen Hilcona-Teigwaren ist Staufers von der Lieferung über das Zentrallager auf Strecke umgestiegen. Dann kommt zweimal statt einmal pro Woche frische Ware. „Der Abverkauf ist entsprechend gut bei uns“, so der Marktleiter.

Bei Bio-Mopro funktioniert das nicht, da fehlt ein Streckenlieferant. Hier ist auch nur ein Grundsortiment vorhanden. „Das liegt am Platzmangel. Das Mopro-Regal ist zu klein. Als wir den Markt geplant haben, hätten wir nicht gedacht, dass es so gut läuft. Da leidet Bio etwas“, erläutert der Marktleiter.

Der Kunde wird bei dem Handelunternehmen ernst genommen. „Wenn mich je­mand anspricht und fragt, warum haben sie das nicht, besorge ich den Artikel, wenn es möglich ist“, erzählt Kavazis.

Das Bio-Getränke-Angebot ob Wein oder alkoholfrei zählt zu den Stärken des Staufers in Rechberghausen. „Man muss etwas bieten, wenn man einen Getränkefachmarkt gegenüber hat“, meint der Staufers-Marktleiter.

Eine Schwäche ist das Fehlen frischer Backwaren. „Die Bio-Kunden für Brot sind da bei uns. Wenn wir eine Möglichkeit finden, bieten wir es an. Die Kunden müssten dann ihr Bio-Brot nicht woanders kaufen“, so Kavazis. Ein örtlicher konventioneller Bäcker, der noch keine Bio-Linie führt, betreibt im Vorkassen-Bereich den Verkauf. Wer Bio will, muss auf abgepackte SB-Ware im Regal zurückgreifen. In der Gut & Günstig Einstiegslinie der Edeka ist zum Beispiel ein Bio-Brötchen zu haben.

Anton Großkinsky


Ticker Anzeigen