Start / Ausgaben / BioPress 66 - Februar 2011 / Klare Positionierung für Naturkostläden

Ladenbau

Klare Positionierung für Naturkostläden

MadonnaCode und ShopCoaching sind die Antwort auf Wettbewerbsdruck

Die Eröffnung eines starken Mitbewerbers ist für Naturkostläden häufig der Anfang vom Ende. In Panik werden Preise gesenkt und zu lange abgewartet, bis der Konkurrenzkampf schließlich verloren ist. Dabei kann eine Koexistenz nach Ansicht von Werner Petzinger und Rainer Plum sehr wohl funktionieren. Der Ladenbauspezialist und der Unternehmensberater haben auf Basis ihrer jahrzehntelangen Erfahrung am Bio-Markt die DNA des Erfolges entschlüsselt und ihr den Namen „MadonnaCode“ gegeben. Im Rahmen einer intensiven Beratung können Naturkostladner dieses Wissen nutzen und ihr Geschäft auf kreative Weise für den Marktdruck rüsten.

„Um einen Laden dauerhaft auf Erfolgskurs zu bringen, braucht man in der Regel keine teuren Lösungen“, erklärt Werner Petzinger, Gründer des Planungsbüros der-petzinger in Zorneding bei München. Die wichtigsten Ressourcen seien meist vorhanden und werden nur nicht ausreichend genutzt. Dazu gehöre der sympathische Auftritt gegenüber dem Kunden ebenso wie die Leidenschaft für die Geschäftsidee und ihre authentische Umsetzung, wie Petzinger meint.

Oft vertrauen die Fachhändler aber auch zu wenig ihrer Kompetenz, die sie von großen Konkurrenten maßgeblich unterscheidet. „Wenn wir zur Beratung kommen, geben wir vor allem kreative Impulse, die einen Laden sexy machen. Denn um genau dieses Bauchgefühl geht es, wenn ich als Kunde gerne und am liebsten jeden Tag wieder zum Einkaufen kom­me“, erläutert Petzinger.

Förderung durch die KFW-Bank

Bis professionelle Hilfe angenommen wird, verstreicht oft zu viel Zeit. Doch auch dann, wenn ein Laden bereits in der Wettbewerbsfalle sitzt, kann er durch den „Madonna Code“ seine Daseinsberechtigung untermauern und erfolgreich weiter bestehen. Oder durch ShopCoaching seine Position am Markt behalten oder gar noch ausbauen.

Bis zu 50 Prozent des Beratungshonorars werden in den alten Bundesländern und bis zu 75 Prozent in den neuen Bundesländern durch die KFW-Bank gefördert. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellt Förderungen bereit.

Die Antragsformalitäten werden von der-petzinger erledigt, wie der Inhaber sagt. Und auch bei der anschließenden Umsetzung gibt es viele Möglichkeiten, um zu minimalen Kosten maximale Wirkungen zu erzielen. Dazu können auch gebrauchte Möbel beitragen, die das Planungsbüro budget- und bedarfsgerecht vermitteln kann.


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