Start / Business / Themen / Politik / Tierrechtsbewegung lehnt Wulff als Bundespräsidenten ab

Tierhaltung

Tierrechtsbewegung lehnt Wulff als Bundespräsidenten ab

„Wulff unterstützt systemimmanente Tierquälerei“

Gerlingen, 4. Juni 2010 – In scharfer Form kritisiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. heute die Ernennung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten.

Die Ernennung von Christian Wulff zum Bundespräsidenten werde als Kampfansage der CDU-FDP-Koalition an die Tierrechts-, Umweltschutz- und Demokratiebewegung gewertet, so PETA. Denn Wulff treibt in Niedersachsen die konventionelle Massentierhaltung massiv voran.
Gequälte Hühner auf einer Wiesenhof-Farm in Niedersachsen – Wulffs Agrarland Nr. 1 © PETA{_umbruch_}
Erst kürzlich ernannte er Grotelüschen als Landwirtschaftsministerin, obwohl diese von der Mastputen-Brüterei Ahlhorn GmbH & Co KG stammt. Angesichts der vor allem durch die UN auch aktuell wieder bestätigten Fakten, dass die Fleischproduktion als einer der Hauptverursacher der Klimakatastrophe gilt, sei eine Ernennung Wulffs zum Bundespräsidenten nicht akzeptabel.

Horst Köhler war in Fragen des Tierschutzes sehr sensibel und aufgeschlossen. Der jetzige Interims“präsident“ Böhrnsen ist Schirmherr des Veggie-Tages in Bremen. Und nun soll Wulff folgen, der die Fleischmafia in „seinem“ Bundesland so massiv unterstützt hat, dass in Teilen von Niedersachsen die höchste Viehdichte weltweit konzentriert ist?“, empört sich Agrarwissenschaftler Dr. Edmund Haferbeck, wiss. Berater von PETA. Was in der Fleischwirtschaft passiere, so PETA, sei organisierte Kriminalität. Christian Wulff stehe diesem zerstörerischen System vor und käme deswegen nicht ernsthaft für das Amt des Bundespräsidenten in Frage.

PETA Deutschland e. V. ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über zwei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

www.PETA.de

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Bio-Verbände fordern mehr Planungssicherheit

Naturland-Delegiertenversammlung sendet gemeinsamen Appell mit Bioland

Bio-Verbände fordern mehr Planungssicherheit © Sabine Bielmeier/Naturland

Die Bio-Nachfrage im Handel steigt seit Jahren kontinuierlich an, dennoch stellen kaum Betriebe um. Die Verbände Naturland und Bioland machen dafür die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen verantwortlich, die „von großen Unsicherheiten“ geprägt seien. Für die notwendige Ökologisierung der Landwirtschaft brauche es eine klare strategische Perspektive – insbesondere mit Blick auf die Bio-Tierhaltung sowie die europäische Agrarförderung ab 2028.

22.05.2026mehr...
Stichwörter: Tierhaltung

BESH präsentiert ‚Climate Fair Pork‘ bei Agrarforschungsallianz

Projekt zur klimaresilienten Fleischerzeugung erzielt CO2-Reduktion von fast 56 Prozent

BESH präsentiert ‚Climate Fair Pork‘ bei Agrarforschungsallianz © BESH

Bei der Jahrestagung der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) in Berlin hat die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) am Montag die Ergebnisse des Projekts ‚Climate Fair Pork‘ zur klimaresilienten Fleischerzeugung vorgestellt. Laut BESH konnten die CO2-Emissionen, die bei der Produktion des ‚Schwäbisch-Hällischen Qualitätsschweinefleischs g.g.A.‘ anfallen, im Vergleich zu deutschem Standardfleisch mittlerweile um fast 56 Prozent reduziert werden.

23.04.2026mehr...
Stichwörter: Tierhaltung

Aldi Süd baut Angebot aus höheren Haltungsformen weiter aus

60 Prozent des Eigenmarken-Frischfleischs mindestens aus Haltungsform 3

Aldi Süd baut Angebot aus höheren Haltungsformen weiter aus © Aldi Süd

Aldi Süd erhöht den Anteil von Fleischprodukten aus höheren Haltungsformen in seinem Sortiment. Inzwischen stammen nach eigenen Angaben (mit Ausnahme von Spezialitäten und bezogen auf den Umsatz in Deutschland) 60 Prozent des Eigenmarken-Frischfleischs von Rind, Schwein, Hähnchen und Pute aus den Haltungsformen 3, 4 und 5. Bei gekühlten Fleisch- und Wurstwaren sind es 35 Prozent des Eigenmarken-Sortiments. Gleichzeitig verzichtet der Discounter bei den genannten Produkten bereits vollständig auf die Haltungsform 1.

09.04.2026mehr...
Stichwörter: Tierhaltung