Start / Ausgaben / BioPress 60 - August 2009 / Fisch schmeckt den Deutschen

Fisch schmeckt den Deutschen

16,8 Kilogramm Fisch verzehrten die Deutschen 2007 durchschnittlich pro Kopf und Jahr. Das sind rund zwei Kilo mehr als 2005. Die Hälfte davon ist frischer Fisch, ein Drittel wird als Fischkonserve gegessen und etwa ein Viertel kommt aus den Tiefkühltruhen der Geschäfte. Davon tragen rund zehn Prozent das MSC-Siegel. Aus biologischer Aquakultur stammen ungefähr zwei Prozent. Also ungefähr ein Fischfilet pro Einwohner. Der nachhaltige Fisch-Konsum steckt noch in den Kinderschuhen.

86 Millionen Tonnen Fische und Meeresfrüchte werden weltweit gefischt, hinzu kamen etwa 50 Millionen Tonnen aus Aquakulturen und Binnenfischerei. Weltweit gelten 77 Prozent der genutzten Bestände als überfischt. Die eingesetzten Fanggeräte richten zum Teil große Schäden am Meeresboden an und schädigen andere Meeresbewohner wie Wale, Robben und Seevögel durch hohe Beifangraten. Manche Fischarten wie Aal, Roter Thunfisch im Mittelmeer oder auch Dornhai, aus dem die Schillerlocke gewonnen wird, sind sogar vom Aussterben bedroht.  Die immense Verschwendung, die jedes Jahr durch den Fang und anschließenden Rückwurf von Millionen Tonnen Fisch entsteht, ist einer der wichtigsten Gründe für den Niedergang der Fischbestände. Alleine in der Nordsee wird ein Drittel des gesamten Fischfangs als Beifang über Bord geworfen.


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