Goldener Windbeutel
Goldener Windbeutel geht an Actimel
foodwatch vergibt Preis für Etikettenschwindel
Mehr als 35.000 Verbraucher haben bei der foodwatch-Aktion abgestimmt und auf abgespeist.de den schlimmsten Fall von Etikettenschwindel gekürt. Nun steht der "Gewinner" fest: Der vermeintliche Wunderjoghurt Actimel bekam satte 47 Prozent der Stimmen und ist damit aus Verbrauchersicht die größte Werbelüge des Jahres.
Den unbeliebtesten Preis in der Lebensmittelwelt heimst diesmal ein Drink ein, der überteuert ist, zuckersüß und keineswegs vor Erkältungen schützen kann, wie der Hersteller in seiner Werbung suggeriert. Dazu stellt foodwatch fest: Dreist, dreister, Danone! Zu Recht erhielt der Konzern am vergangenen Freitag den "Goldenen Windbeutel 2009" für seine überzogenen Gesundheitsversprechen, mit denen er seinen Kunden das Geld aus der Tasche zieht.
Zu der von foodwatch beabsichtigten Preis-Übergabe am Deutschland-Sitz von Danone nahe München kam es jedoch nicht. Der Preisträger zeigte sich so verschnupft, dass nicht einmal mehr eine ganze Palette Actimel geholfen hätte – Danone wollte den Verbraucher-Preis einfach nicht annehmen. Dafür informierte aber ein menschengroßes Actimel-Fläschchen Passanten in der Münchener Innenstadt über den großen Joghurt-Schwindel. Bilder und ein Film von der foodwatch-Aktion sind jetzt online abrufbar unter
http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/die_aktion/,
die Details zum Ausgang der Wahl stehen unter http://www.abgespeist.de/der_goldene_windbeutel/das_ergebnis/.
Und während bei Danone von Einsicht keine Spur ist, zeigt die abgespeist.de-Kampagne erste Erfolge. Zum Beispiel beim "Biene Maja"-Drink von Bauer, mit 19 Prozent Zweitplatzierter der Windbeutel-Wahl. Jahrelang wurde Eltern vorgegaukelt, es handele sich hierbei um ein ausgewogenes Kindergetränk – dabei enthält es deutlich mehr Zucker als Cola. Zum Jahreswechsel nahm Bauer die Zuckerbombe nun vom Markt. Die pummelige Biene hat ausgeflogen, stattdessen ist der etwas schlankere Hase "Bugs Bunny" ins Kühlregal gehoppelt – immerhin mit weniger, wenn auch noch immer nicht wenig Zucker. Noch im Laufe der Wahl zum Goldenen Windbeutel reagierte auch Eckes-Granini: Der "Frucht-Tiger", der wegen der zugesetzten Citronensäure (E 330) die Zähne stark angreift, wird nun nicht mehr irreführend als "gesunder Durstlöscher" beworben.
Das alles zeigt: Verbraucher brauchen sich die legalen Tricks und Täuschungen der Industrie nicht länger gefallen zu lassen. "Gratulieren" Sie deshalb jetzt Danone zum "Goldenen Windbeutel 2009" und protestieren Sie gegen unhaltbare Werbeversprechen von Actimel, online bei der foodwatch Mitmach-Aktion unter http://www.abgespeist.de/actimel/mitmachen/beschwerde_e_mail_an_danone/.
foodwatch will der Industrie auch in Zukunft auf die Finger schauen. Spätestens seit vergangenem Freitag ist klar: Für windige Werbung gibt’s den Goldenen Windbeutel!







