Start / Ausgaben / BioPress 58 - Februar 2009 / Das Bio-Osterei ist wieder bunt

Eier

Das Bio-Osterei ist wieder bunt

Bio-Ostereier lassen sich mit konzentrierten Bio-Beeren- und Bio-Gemüsesäften färben. Was daheim im Kochtopf funktioniert, ist jetzt auch im großen Maßstab möglich: bun­te Bio-Eier ohne bedenkliche Farbstoffe und ohne giftige Lösungsmittel. Die EU-Öko-Richtlinie erlaubt seit Dezember 2007 keine künstlichen Farben mehr für das Färben von Bio-Eiern.

Damit der Osterhase weiterhin bunt gefärbte Bio-Ostereier bringen kann, musste also ein Ersatz gefunden werden für die bisherige Färbemethode, bei der die eigentliche Farbschicht auf dem Ei durch einen Überzug aus Kopalharz oder Schellack geschützt wird. Selbst bei Verwendung unbedenklicher Farbstoffe erweist sich dieser Überzug als nicht besonders umweltfreundlich, da doch etwa das Harz mit Lösemitteln wie Aceton erst verflüssigt werden muss.

Die Geflügel GmbH Schlierbach, Österreichs größter Anbieter von Bio-Eiern, hat sich daher auf die Suche gemacht nach einer Färbemethode, die den EU-Richtlinien entspricht. Günter Mann von der Pernsteiner Entwicklungs GmbH in Nussbach hat die Methode entwickelt: Dabei werden konzentrierte Beeren- und Gemüsesäfte aus biologischem Anbau verwendet, als Trägersubstanz für die Farbe dient Zellulose. Auf dem gekochten, noch heißen Ei trocknet diese Mischung zu einem glatten Farbfilm. Das biologische Oster­ei ist wieder da.

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