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Förderpreis Ökologischer Landbau vergeben

Pfarrgut Taubenheim 2009 durch Bundesministerin Ilse Aigner ausgezeichnet

Das Familienunternehmen „Pfarrgut Taubenheim“ bei Meißen wurde auf der Internationalen Grünen Woche für sein Konzept und seine Pionierleistungen um die Entwicklung des biologischen Landbaus in Ostdeutschland mit dem Biolandbau-Förderpreis 2009 durch Bundesministerin Ilse Aigner ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurden dabei Mut, Fleiß, Idealismus und Ideenreichtum beim Aufbau und der Entwicklung des Bio-Landbaus in Sachsen.

Als einer der ersten Ökobetriebe Ostdeutschlands und Mitbegründer des Gäa-Anbauverbandes ist das Pfarrgut Taubenheim ein Pionier des Ökologischen Landbaus in Ostdeutschland. In einer Region, wo es Ökologischen Landbau vor der Wende nicht gab, setzten Ingeborg und Michael Schwarzwälder mit ihrem Unternehmen  unübersehbare Akzente, die positive strukturelle Entwicklungen der gesamten sächsischen Biobranche nach sich zogen. Ökologisch, multifunktional und regional sind die Schlagworte der Betriebsleiter heute. Von Anfang an ging es neben der Erzeugung ökologischer Produkte auch immer gleichzeitig um die Verarbeitung der auf dem Hof produzierten Produkte und den regionalen Bio-Marktaufbau.

„Ingeborg und Michael Schwarzwälder haben den Gäa-Verband nicht nur „vor der Wende“ unter den schwierigen politischen Bedingungen der DDR mit gegründet. Sie haben auch Werte für die Arbeit des  Gäa - Verbandes vorgegeben, die heute noch für unseren Verband wegweisend sind: höchste Qualitätsansprüche, Integrationsvermögen, Mut zur Vielfalt, ein gutes und faires Miteinander zwischen Ost- und West, Offenheit für neue Ideen und Durchhalten bei deren Umsetzung mit dem Ziel der weiteren Ökologisierung unserer gesamten Landwirtschaft“, erklärt Gäa-Bundesvorsitzende Kornelie Blumenschein.

„Heute ist die zweite Generation mit der jungen Familie Sucholas bereits fest in die Betriebsleitung integriert. Das zeigt, Ökolandbau in Sachsen bietet auch für die nächste Bauerngeneration eine Zukunft“ freut sich Ulf Müller, Vorsitzender des Gäa-Landesverbandes Sachsen. Die zwei weiteren Preisträgerbetriebe 2009 sind der Demeterbetrieb Buschberghof in Fuhlenhagen, Schleswig Holstein und die Erzeugergemeinschaft Dreschflegel in Hessen.

In seiner Laudatio stellte Prof. Jürgen Heß, Uni Kassel und Mitglied der Jury, die Leistungen aller drei Preisträger vor: „Alle drei Siegerbetriebe dokumentieren durch ihre Aktivitäten sehr eindrucksvoll, wie Öko-Betriebe freiwillig und weit über die Vorgaben durch Richtlinien und Verordnungen hinaus bedeutende Beiträge zur Erreichung gesellschaftlicher Ziele wie Ressourcen-, Natur- und Tierschutz sowie nachhaltige Regionalentwicklung, speziell Arbeitsplatzschaffung und -sicherung leisten und dabei wirtschaftlich erfolgreich sind. Sie haben Vorbildfunktion für die gesamte Landwirtschaft, ihre Leistungen sind daher absolut preiswürdig.“

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