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USA Bio-Bericht des Cornucopia Institutes sorgt für Aufregung

Das Cornucopia Institut, eine Research Gruppe aus der Argrarpolitik, die sich vor allem auch für von Familien betriebene Bauernhöfe einsetzt, will demnächst einen Bericht veröffentlichen, in dem landesweit Bio-Bauernhöfe unter die Lupe genommen und bewertet wurde, inwieweit die Bio-Vorschriften auch wirklich eingehalten werden.

Gegen die Angaben des Cornucopia Institutes wehrt sich die amerikanische Organic Trade Association (OTA) mit der Feststellung, dass die Methoden, mit der die Bio-Bauernhöfe begutachtet worden sind, nicht wissenschaftlich durchgeführt worden seien und dass die Ergebnisse von daher irreführend sein können.

(aea06/u-07/9CD7)   Der Bericht des Cornucopia Institutes basiert auf einer per Post durchgeführten Umfrage, die von den Bio Bauern ausgefüllt worden ist. Die OTA beschwert sich auch über die Art und Weise, wie die Umfrage durchgeführt worden sei. Laut der OTA seien Drohungen nicht Bestandteil einer seriös durchgeführten Studie und dies mache die Ergebnisse ungültig. "Zudem kommen diese Befragungsmethoden weder den Bauern, noch den Konsumenten zugute", so ein Sprecher der OTA.

Die Cornucopia vertritt dagegen die Meinung, dass in den letzten fünf Jahren ein Meinungsstreit über die Machenschaften in der Bio-Industrie herrsche und dadurch die gesetzlichen Bio-Regulierungen geschwächt worden seien. Dies sei Großunternehmen zugute gekommen. Seit Ende der neunziger Jahre gebe es einige Milch-Bauern, die mit 2000 bis 6000 Tieren - also in Massenhaltung, Milch produzierten, die sie dann als Bio-Milch verkauften.

Bereits im letzten Jahr hat die Cornucopia mehrere Beschwerden beim amerikanischen Landwirtschaftsministerium eingereicht und wollte, dass einige Farmen kontrolliert werden, da diese Massentierhaltungsanlagen gegen die gesetzlichen Bio-Standards verstießen. Beweise dafür hat das Cornucopia Institut in Form von Fotos und Interviews mit ehemaligen Beschäftigten gesammelt.

Die USDA hat bis jetzt alle Fälle ohne Nachforschung geschlossen, ohne eine Erklärung dazu abzugeben. Momentan erwägt die Cornucopia, gerichtlich gegen das amerikanische Landwirtschaftsministerium vorzugehen, mit dem Ziel, dass die USDA gezwungen wird, diese Farmen zu kontrollieren.

"Hierbei handelt es sich nicht um die Debatte große gegen kleine Bauern, sondern es geht lediglich darum, das die ethischen und gesetzlichen Richtlinien eingehalten werden", so Helen Keyes Board Member vom Cornucopia Institut. Die kleinen Bauern, die sich an die Vorschriften halten und nur eine kleinere Herde haben, hätten sonst einen Wettbewerbsnachteil (foodnavigator.com)

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