Start / Ausgaben / BioPress 41 - November 2004 / Weihnachtsgebäck mit Bio-Eiern

Weihnachtsgebäck mit Bio-Eiern

Zum Weihnachtsfest kommt nur das Beste in den Einkaufskorb. Butterplätzchen bekommen gute Butter und feines Mehl, aber die Eier müssen billig sein und stammen meistens aus einer intensiven Haltung. Und das, obwohl sich eine große Mehrheit der Verbraucher gegen die Käfighaltung von Legehennen ausspricht.

Diese Diskrepanz erklärt sich zum einem durch die Optik der Verpackung von Käfigeiern, auf denen oft die heile Hühnerwelt abgebildet ist. Zum anderen mit dem Verbraucherverhalten, nach dem Preis zu kaufen. Ein Ei sieht aus wie das andere und lässt auf den ersten Blick keinen Produktvorteil erkennen, wenn es aus ökologischer Haltung kommt.

Man muss schon einen Blick mehr investieren, um zu erkennen, dass die Inhalte eines Bio-Eis hochwertiger sind, wie die Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei erklärt. So haben Bio-Eier ein signifikant höheres Dottergewicht und ein mehr an Lecithin als beispielsweise Käfigeier. Daneben ist die messbar höhere Lichtspeicherfähigkeit, ebenfalls ein Grund für eine höhere ernährungsphysiologische Qualität.

Die Haltungsart spielt dabei eine große Rolle, schließlich ist es nicht unerheblich, ob ein Huhn einen Lebensraum von 1111 Quadratzentimeter oder 2222 Quadratzentimeter und darüber hinaus noch über vier Quadratmeter Grünfläche und Wintergarten hat.

Das Futter ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Nicht nur, dass 100- Prozent-Biofutter, das zu einem großen Teil von den Bio-Bauern der Erzeugergemeinschaft selbst erzeugt wird, eine hohe Sicherheit vor gentechnischer Verunreinigung garantiert, es enthält auch viele natürliche Komponenten, die sich positiv auf die Hühnergesundheit und somit auf die Eierqualität auswirken. Ganz abgesehen davon, dass bei allen Betrieben der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, täglich einmal per Hand Körner gefüttert werden.

Das ist nicht nur ein wichtiger Baustein der Ernährung, sondern eine Beachtung des natürlichen Verhaltens von Hühnern, die nun mal aufgrund ihrer genetischen Veranlagung nicht nur picken, sondern auch scharren wollen. Außerdem wird dabei eine alte bäuerliche Tradition gepflegt, der persönliche Kontakt zum Tier. Das alles sind wirksame Argumente, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen sollten. Gerade zu Weihnachten.


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