Ernährungspolitik
EU-Kommission will hochverarbeitete Lebensmittel eindämmen
‚Safe Hearts Plan‘ setzt auf Prävention
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Die EU-Kommission hat mit dem ‚Safe Hearts Plan‘ am 16. November einen Aktionsplan zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgestellt und nimmt dabei erstmals auch hochverarbeitete Lebensmittel ausdrücklich in den Blick. Ziel ist es, die Zahl vorzeitiger Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Leiden bis 2035 um 25 Prozent zu senken. Prävention, insbesondere über eine gesündere Ernährung, gilt dabei als zentraler Hebel.
Wie der Tagesspiegel Background berichtet, plane die Kommission konkret ein neues Bewertungssystem für den Grad der Lebensmittelverarbeitung, das Verbrauchern transparente Informationen liefern soll. Zudem wolle Brüssel prüfen, welche politischen Instrumente – bis hin zu Steuern oder Abgaben auf ungesunde Produkte – geeignet sind, um den Konsum von stark zucker-, fett- und salzhaltigen Lebensmitteln zu reduzieren. Ein EU-weites Netzwerk soll den Austausch zu bestehenden Abgaben in den Mitgliedstaaten fördern.
Im Europaparlament sei der Plan parteiübergreifend auf Zustimmung gestoßen, auch wenn Fragen zur Finanzierung offenblieben. Kritisch hätten sich rechte Abgeordnete zu möglichen Eingriffen in Ernährungs- und Konsumgewohnheiten geäußert. Besondere Aufmerksamkeit will die Kommission dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Werbung für ungesunde Lebensmittel widmen.







