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Bundeslebensmittelschlüssel jetzt kostenlos zugänglich

Nationale Nährstoffdatenbank bietet Infos zu mehr als 7.000 Lebensmitteln

Der Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Deutschlands zentrale Nährstoffdatenbank, ist ab sofort kostenfrei nutzbar. Die bislang erhobene Lizenzgebühr entfällt vollständig. Damit stehen detaillierte Informationen zu Energie- und Nährstoffgehalten von mehr als 7.000 Lebensmitteln und Gerichten nun auch der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die Datenbank wird vom Max Rubner-Institut (MRI) bereitgestellt und regelmäßig aktualisiert. Sie gibt unter anderem Auskunft über Makro- und Mikronährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie über Ballaststoffe, Fett- und Aminosäuren. Auch zusammengesetzte Gerichte – von Gemüsebratlingen bis zur Lasagne – sind erfasst. Bundesernährungsminister Alois Rainer erklärt, der freie Zugang könne Verbrauchern dabei helfen, informierte Entscheidungen für eine ausgewogene Ernährung zu treffen.

Der BLS dient seit Jahren als Standardinstrument für die Auswertung von Ernährungsstudien, für Ernährungsberatung sowie für ernährungs- und gesundheitspolitische Maßnahmen. Zudem nutzen Lebensmittelhersteller die Datenbank zur Berechnung der verpflichtenden Nährwertkennzeichnung.

Mit der neuen Version 4.0, die seit dem 15. Dezember 2025 verfügbar ist, wurde die Lebensmittelauswahl umfassend überarbeitet. Berücksichtigt werden nun stärker aktuelle Verzehrgewohnheiten und Marktentwicklungen, etwa durch die Aufnahme von Pflanzendrinks und Pseudogetreiden wie Quinoa oder Buchweizen. Zudem wurde die Transparenz verbessert: Quellen, Datenlücken und Berechnungsformeln sind nun klar gekennzeichnet.

Die Nährstoffangaben basieren auf Labordaten des MRI, Untersuchungsergebnissen nationaler Kooperationspartner sowie auf wissenschaftlicher Literatur und internationalen Datenbanken. Komplexe Berechnungsalgorithmen ermöglichen darüber hinaus Rezeptberechnungen und qualitätsgesicherte Nährstoffschätzungen.

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