Alnatura
Alnatura trennt sich von Dennree
Neue Gesellschaft Agwert mit regionalen Großhändlern übernimmt die Versorgung
Die Bio-Handelslandschaft ist im Umbruch. Der Bio-Supermarkt Betreiber Alnatura aus Bickenbach trennt sich von seinem Hauptlieferanten Dennree aus Töpen. Um die eigene Logistik zu optimieren und die regionalen Großhändler zu stärken, arbeite Alnatura ab November mit den Großhändlern Terra, Rinklin, Grell und Naturkost West zusammen, meldet der Biohandel. Aus diesem Grund wurde eine neue Gesellschaft, die GbR Agwert gegründet. Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich die Anfangsbuchstaben von Alnatura und den neuen Handelspartnern.
Alnatura Geschäftsführer Götz Rehn macht sich unabgängig vom Großhändler Dennree und ordnet seine Warenbeschaffung neu. Dennree baut seit einigen Jahren selbst ein eigenes Filialnetz auf und ist in Konkurrenz zu Alnatura getreten. Dass die Trennung mit dieser Situation zu tun habe, wollte Alnatura nicht kommentieren. Dennree und Alnatura hatten nach bioPress-Informationen um einen Standort in Heidelberg konkurriert und Denn`s das Rennen gewonnen. Aus Partner sind Wettbewerber geworden. Genauso kännte die neue Gesellschaft national agieren und den Töpenern Fachhandelskunden wegnehmen.
Der nationale Großhändler Dennree hatte bereits im August aus Protest gegen die Beteiligung der Schwarz-Gruppe seine Lieferung an den Bio-Filialisten Basic eingestellt. Damit ist Dennree bei den zwei umsatzstärksten Bio-Filialisten nicht mehr vertreten und läuft Gefahr mittelfristig seine dominierende Rolle im Naturkostfachhandel zu verlieren.
Im Bio-Einzelhandel zeichnet sich eine Filialisierung mit eigener Warenbeschaffung ab, ähnlich wie vor Jahrzehnten im konventionellen Handel geschehen. Eine Handelsstufe wird wegfallen und Kostenvorteile bringen.
Aktuell gibt es 31 Alnatura Märkte in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Alnatura hat damit die meisten Verkaufsstellen unter den deutschen Bio-Filialisten.







