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Agrarpolitik

Bundestag schafft Klarheit bei der Öko-Forschung

Forschung zu Bio muss weiter gestärkt werden

Die Umstrukturierung des Bundesprogramms ökologischer Landbau der ehemaligen großen Koalition von CDU und SPD durch die Hinzunahme 'anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft' war von Anfang an eine Fehlgeburt. Sie hat nur die Abneigung der herkömmlichen Landwirtschaft gegen die Biobranche befeuert. Die konservative Landwirtschafts-Politik hat von der Biolandwirtschaft Koexistenz mit der Agrochemie erwartet ohne selbst dazu beizutragen.

Mit dem Ergebnis der Haushaltsverhandlungen der Ampel-Koalition in Bezug auf die Forschung zu Bio schafft der Bundestag endlich Klarheit. „Künftig wird das entsprechende Bundesprogramm auf die Öko-Forschung ausgerichtet. Das ist konsequent und richtig, da die seit einigen Jahren bestehende Erweiterung auf 'andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft' im Gegensatz zu Bio nicht spezifisch definiert ist. Dazu kommt, dass mittlerweile zahlreiche andere Forschungsprogramme für diesen Bereich geschaffen wurden. Damit fokussiert das Bundesprogramm ab sofort auf Bio. 

Nach wie vor liegt der Anteil der Bio-Forschung an den gesamten Agrarforschungsmitteln bei zirka zwei Prozent und ist damit viel zu gering, um die Forschungsfragen für eine zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft in ausreichendem Umfang anzupacken. Dieses Defizit muss nun dringlich behoben werden, um die Agrarforschung am 30 Prozent Bio-Ziel der Bundesregierung auszurichten“, so der geschäftsführende Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Peter Röhrig.

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