Start / News / Bio-Tops / Bundestag schafft Klarheit bei der Öko-Forschung

Agrarpolitik

Bundestag schafft Klarheit bei der Öko-Forschung

Forschung zu Bio muss weiter gestärkt werden

Die Umstrukturierung des Bundesprogramms ökologischer Landbau der ehemaligen großen Koalition von CDU und SPD durch die Hinzunahme 'anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft' war von Anfang an eine Fehlgeburt. Sie hat nur die Abneigung der herkömmlichen Landwirtschaft gegen die Biobranche befeuert. Die konservative Landwirtschafts-Politik hat von der Biolandwirtschaft Koexistenz mit der Agrochemie erwartet ohne selbst dazu beizutragen.

Mit dem Ergebnis der Haushaltsverhandlungen der Ampel-Koalition in Bezug auf die Forschung zu Bio schafft der Bundestag endlich Klarheit. „Künftig wird das entsprechende Bundesprogramm auf die Öko-Forschung ausgerichtet. Das ist konsequent und richtig, da die seit einigen Jahren bestehende Erweiterung auf 'andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft' im Gegensatz zu Bio nicht spezifisch definiert ist. Dazu kommt, dass mittlerweile zahlreiche andere Forschungsprogramme für diesen Bereich geschaffen wurden. Damit fokussiert das Bundesprogramm ab sofort auf Bio. 

Nach wie vor liegt der Anteil der Bio-Forschung an den gesamten Agrarforschungsmitteln bei zirka zwei Prozent und ist damit viel zu gering, um die Forschungsfragen für eine zukunftsfähige Land- und Lebensmittelwirtschaft in ausreichendem Umfang anzupacken. Dieses Defizit muss nun dringlich behoben werden, um die Agrarforschung am 30 Prozent Bio-Ziel der Bundesregierung auszurichten“, so der geschäftsführende Vorstand des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Peter Röhrig.


Ticker Anzeigen

Das könnte Sie auch interessieren

Koalitionsvertrag bietet Chancen für Agrarwende

Pläne für 30 Prozent Ökolandbau und Ernährungsstrategie

Gestern haben die Ampelparteien ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Geplant sind 30 Prozent Ökolandbau bis 2030, eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung ab 2022 und eine Ernährungsstrategie bis 2023. Der Pestizideinsatz soll beschränkt und Glyphosat bis Ende 2023 vom Markt genommen werden. Verbände, die sich für Agrar- und Ernährungswende einsetzen, sehen den Grundlagentext als positives Signal. Jetzt gelte es, die nötigen Strategien und Maßnahmen zügig zu konkretisieren.

25.11.2021mehr...
Stichwörter: BÖLW, Agrarpolitik, Bundesprogramm Ökologischer Landbau, Öko-Forschung, Agrarforschungsmittel

Segel setzen für die ökologische Transformation

Demeter für entschiedene Umsetzung des Green Deals

Während die Koalitionsverhandlungen für die neue Regierung laufen, hängen die Verordnungsentwürfe für die nationale Umsetzung der EU-Agrarpolitik zwischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium unter den geschäftsführenden Ministern fest. Demeter ruft daher zum sofortigen Handeln für eine zukunftsfähige Agrarpolitik auf. Dafür müssten die Eco-Schemes auch für Bio-Betriebe voll wirksam sein.

05.11.2021mehr...
Stichwörter: BÖLW, Agrarpolitik, Bundesprogramm Ökologischer Landbau, Öko-Forschung, Agrarforschungsmittel

„Mit Nebelkerzen rettet man kein Insekt“

BÖLW zum Ergebnis der Sondierungen

Ende letzter Woche haben die Parteispitzen von SPD, Grünen und FDP ein zwölfseitiges Sondierungspapier vorgestellt. Für eine nachhaltige Agrarwende soll der Pestizideinsatz demnach auf das „notwendige Maß“ beschränkt werden. Laut Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist diese Formulierung kein Fortschritt.

18.10.2021mehr...
Stichwörter: BÖLW, Agrarpolitik, Bundesprogramm Ökologischer Landbau, Öko-Forschung, Agrarforschungsmittel