Wertanteil des Weizens im Brot
bei etwa sechs Prozent
„Getreidepreise steigen – Brot wird teurer“ waren heute die Schlagzeilen in den Medien.
Die Getreidepreise haben innerhalb eines Jahres tatsächlich um gut zwei Drittel zugelegt. Die Ursachen für die höheren Getreidepreise liegen in der derzeitigen globalen Entwicklung der Weltmärkte und keineswegs nur in dem Getreideeinsatz in der Bio-Energie. Zu steigenden Getreidepreisen trägt in diesem natürlich auch in diesem Jahr in Deutschland die bislang unterdurchschnittliche Ernte bei. Bei höheren Getreidenotierungen verteuert sich die Produktion von Mehl und damit auch die Herstellung von Brot. Doch wie hoch ist eigentlich der wertmäßige Anteil des Rohstoffes am Brotpreis?
Dazu folgende Beispielrechnung: Bei der Herstellung von 750 Gramm Weißbrot werden rund 680 Gramm Weizenmehl eingesetzt. Hierfür werden bei einem Vermahlungsgrad von 80 Prozent rund 850 Gramm Weizen benötigt. Der Weizenpreis liegt Anfang August bei rund 200 Euro pro Tonne, das sind gut 70 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit kosten 850 Gramm Weizen derzeit rund 17 Cent, das sind sieben Cent mehr als im Vorjahr. Bei einem angenommenen Preis von 2,50 Euro für ein Kilogramm Brot steigt der Rohstoffanteil des Weizens am Verkaufspreis im Jahresvergleich von vier auf sechs Prozent.
Neben den höheren Getreidepreisen haben natürlich viele weitere Faktoren Auswirkungen auf die Brotpreise. Denn vor allem Verarbeitungs- und Handelsspannen bestimmen den Produktpreis von Nahrungsgütern. Diese wiederum werden erheblich von Energie-, Lager-, Transport-, Personalkosten, Mieten oder auch Steuern beeinflusst. Gerade diese Einflussfaktoren sind oft wesentlich maßgeblicher als steigende oder auch sinkende Preise für Agrarrohstoffe.







