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Gentechnik

Aktion "Genfrei Gehen" gestartet

Lübeck, 03.08.2008  /  Gentechnisch veränderte Lebensmittel werden von Verbrauchern zunehmend kritisch betrachtet. Das unterstreichen nicht nur vermeintlich populistische Umfragen, deren zufolge 80 Prozent der Deutschen für genfreies Essen votieren. Vielmehr zeigt der Siegeszug der Biokost, was die Konsumenten wirklich wünschen.

Als vorläufigen Höhepunkt der Bewegung hat sich Ende Juli die Aktion "Genfrei Gehen" formiert: In Lübeck starteten hunderte Naturfreunde einen 1200 km Wandermarsch längs durch die Republik, der auf das Thema aufmerksam machen will. Eine bunte Mischung aus Politik, Gesellschaft und Entertainment bildete den Pulk, der von Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen ("noch können wir einwirken"), angeführt wurde. Als prominente Unterstützung reiste sogar die beliebte Sängerin Antonia aus Tirol an. Ihr ist eine naturbelassene Ernährung viel Wert, seit Lebensgefährte und Manager Peter Schutti an Krebs erkrankte und sich dank konsequenter Ernährung auf dem Wege der Besserung befindet. Sie formulierte die zentrale Forderung der Teilnehmer: "Wir fordern die Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel".

Hintergrund: Bislang sind Lebensmittel mit geringen Mengen an gentechnisch veränderten Zusätzen sowie Produkte von Tieren, welche mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert werden, nicht kennzeichnungspflichtig. Der Markt werde sich dann von selbst regeln, so die Sängerin. Um ihrem Engagement Nachdruck zu verleihen, hat sie sogar ihre aktuelle Single "Denn sie wissen nicht, was sie tun" dem Thema gewidmet.

Dass "Genfrei Gehen" am liebsten Genmaterial ganz vom Speiseteller verbannt sehen möchte, blieb außer Frage. Als Argument führten die Aktivisten die auch unter Wissenschaftlern strittige Frage der Langzeitwirkung an. Sie verwiesen auf das große Bienensterben in den USA, einem Land, das intensiv auf Gen-Mais setzt. "Erst stirbt die Biene, dann der Mensch".

Weitere Informationen zum Thema hat die Bewegung unter www.genfrei-gehen.de
und www.antonia.at im Internet zusammen getragen.

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