Start / Business / Bio-Handel / Fleischwaren / Unterstützung für EU-Bezeichnungsschutz bei Fleischprodukten

EU-Bezeichnungsschutz

Unterstützung für EU-Bezeichnungsschutz bei Fleischprodukten

Frankfurt am Main, 17.06.2019 | Während etwa die Ernährungsorganisation ProVeg eine Petition gegen einen EU-weiten Bezeichnungsschutz für Fleisch und Fleischerzeugnisse eingereicht hat, wird dieser vom Deutschen Bauernverband (DBV), dem Deutschen Fleischer-Verband (DFV) und dem Verband der Fleischwirtschaft (VDF) unterstützt. Diese verfassten jetzt einen entsprechenden Brief an Bundesernährungsministerin Julia Klöckner.

In dem gemeinsamen Schreiben der Verbände an Bundesernährungsministerin Julia Klöckner heißt es: „Als Erzeuger und Verarbeiter von Fleisch stehen wir für die Echtheit unserer Produkte ein. Gleichzeitig sind wir dem Grundsatz der Wahrheit und Klarheit in der Kennzeichnung verpflichtet. Daher ist es aus unserer Sicht nicht akzeptabel, wenn fleischfreie Lebensmittel mit Bezeichnungen benannt werden, die üblicherweise für Fleisch und Fleischwaren verwendet werden. Eine nationale Regelung in den Leitsätzen des Lebensmittelbuches stößt aus Sicht der Verbände in vielen Fällen an ihre Grenzen. Durch die Initiative des Europaparlaments besteht nun die Chance, auch hierfür einen EU-weiten Bezeichnungsschutz und damit Rechtssicherheit für Hersteller im gesamten Binnenmarkt herbeizuführen.“

Der Verordnungsvorschlag für die Gemeinsame Marktordnung wurde unter Federführung des Europa-Abgeordneten Eric Andrieu erarbeitet und betrifft insbesondere das ‚Steak‘, das ‚Schnitzel‘ und den ‚Burger‘.


Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Kein Weniger für Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung

EU-Parlament stimmt gegen strengere Regeln

Die Mehrheit der europäischen Abgeordneten ist dagegen, den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung weiter einzuschränken. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung vom vergangenen Donnerstag. Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, hat das EU-Parlament bereits im vergangenen Herbst einen Delegierten Rechtsakt bestätigt, der Kriterien für die Kategorisierung von Antibiotika festlegt. Inzwischen hat die EU-Kommission eine Liste zu Reserveantibiotika vorgelegt, die von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) erarbeitet wurde.

27.06.2022mehr...
Stichwörter: Fleischwaren, EU-Recht, EU-Kommission, Fleischalternative, EU-Bezeichnungsschutz

EU-Lieferkettengesetz auf dem Weg

Sorgfaltspflichten für Großunternehmen europaweit

EU-Lieferkettengesetz auf dem Weg

Am 23. Februar hat die EU-Kommission nach zwei Jahren Arbeit ihren Entwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz vorgestellt. Große Unternehmen sollen danach über die komplette Wertschöpfungskette hinweg effektive Maßnahmen zur Achtung von Umwelt und Menschenrechten ergreifen. Beim Verstoß drohen Bußgelder und zivilrechtliche Haftung. In einem Webinar luden die Europagrünen gestern zur Diskussion über den Entwurf.

03.03.2022mehr...
Stichwörter: Fleischwaren, EU-Recht, EU-Kommission, Fleischalternative, EU-Bezeichnungsschutz

Anti-SLAPP-Petition an EU-Kommission überreicht

Über 200.000 Unterschriften aus der Zivilgesellschaft

Die Koalition gegen SLAPPs in Europa (CASE) hat heute eine Petition mit 213.432 Unterschriften für eine Anti-SLAPP-Direktive an die EU-Kommission überreicht. Diese ist damit aufgefordert, europaweit für einen wirksamen Schutz vor schikanösen SLAPPs (Strategic Lawsuits Against Public Participation), strategischen Klagen gegen öffentliche Beteiligung, zu sorgen. Die Petition wurde im Juli 2021 von Rettet den Regenwald e.V. und dem Umweltinstitut München gestartet.

01.02.2022mehr...
Stichwörter: Fleischwaren, EU-Recht, EU-Kommission, Fleischalternative, EU-Bezeichnungsschutz



„Hafermilch“ verboten

EU will Bezeichnungsschutz für Milch verschärfen

17.02.2021mehr...
Stichwörter: Fleischwaren, EU-Recht, EU-Kommission, Fleischalternative, EU-Bezeichnungsschutz