Start / News / Kommunale Steuer auf Einwegverpackungen

Verpackungsmüll

Kommunale Steuer auf Einwegverpackungen

Umweltminister Franz Untersteller: „Die Entscheidung der Stadt Tübingen ist ein wichtiges Signal gegen die zunehmende Vermüllung unserer Umwelt mit Einwegverpackungen.“
 

Stuttgart, 21.12.2018  |  Umweltminister Franz Untersteller begrüßte heute in Stuttgart den Grundsatzbeschluss der Stadt Tübingen, eine kommunale Steuer auf den Verkauf von Einwegverpackungen einführen zu wollen: „Die Entscheidung ist ein wichtiges Signal gegen die zunehmende Vermüllung unserer Umwelt mit Einwegverpackungen“, sagte Untersteller.

Die Beseitigung von achtlos entsorgten Verpackungen verursache hohe Kosten für die Städte und Gemeinden, so der Minister. „Ich kann es daher nachvollziehen, wenn die Kommunen versuchen, zumindest einen Teil der Kosten von den Verursachern wieder zu erlangen.“

Außerdem verbrauche die Herstellung von Einwegverpackungen wertvolle Ressourcen, sagte Untersteller weiter. „Aus ökologischer Sicht ist es doppelt unsinnig, wenn die Verpackungen nur ein einziges Mal benutzt und danach gleich wieder weggeworfen werden.“ Eine kommunale Abgabe hierauf könnte eine wichtige Lenkungswirkung entfalten und nachhaltigere Mehrwegsysteme fördern, so der Umweltminister.

Bisher sei es allerdings juristisch umstritten, ob Kommunen eine solche Steuer überhaupt erheben dürften, sagte Untersteller. Er wünsche sich, dass die Stadt Tübingen einen gangbaren Weg findet, ihren mutigen Grundsatzbeschluss rechtlich umzusetzen, damit auch andere Städte und Gemeinden diesen Weg begehen könnten.

[ Artikel drucken ]

Ticker

Das könnte Sie auch interessieren

Geschwächte Verpackungsverordnung passiert EU-Parlament

Einschränkung von PFAS, viele Ausnahmen für Einweg

Am Mittwoch hat sich das EU-Parlament auf eine Position zur geplanten Verpackungsverordnung geeinigt. Mit ihrer Hilfe sollen der wachsende Verpackungsmüll bekämpft, Kunststoffverpackungen eingedämmt und Recycling und Wiederverwendung gefördert werden. Umweltverbände kritisieren allerdings viele Streichungen und Ausnahmeregelungen. Die SPD-Abgeordnete Delara Burkhardt sieht in der Abstimmung einen „Erfolg der Wegwerflobby“.

24.11.2023mehr...
Stichwörter: Umwelt, Tübingen, Verpackungsmüll, Einwegverpackungen

Deutsche Umwelthilfe klagt gegen Zulassung von Insektiziden mit Deltamethrin

Decis Forte und Gat Decline 2.5 EC auf dem Prüfstand

Deutsche Umwelthilfe klagt gegen Zulassung von Insektiziden mit Deltamethrin © stock.adobe.com/Marcin

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Klage gegen das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingereicht, um die Zulassungen der Pestizide Decis Forte und Gat Decline 2.5 EC zu widerrufen. Beide Mittel enthalten den Wirkstoff Deltamethrin, der im Verdacht steht, die menschliche Gesundheit und Ökosysteme zu schädigen. Anlass der Klage seien neue wissenschaftliche Hinweise auf neurotoxische Effekte bereits bei sehr niedrigen Dosen sowie mögliche Gefahren für die frühkindliche Hirnentwicklung.

13.04.2026mehr...
Stichwörter: Umwelt, Tübingen, Verpackungsmüll, Einwegverpackungen

Nitratbelastung im Grundwasser um ein Vielfaches zu hoch

Grenzwerte werden vielerorts deutlich überschritten

Nitratbelastung im Grundwasser um ein Vielfaches zu hoch © stock.adobe.com/Chatchawal

Bei 50 Milligramm pro Liter liegt der gesetzliche Grenzwert für die Nitratbelastung im Grundwasser. In der Praxis wird dieser Wert jedoch an 24 Prozent der Messstellen in Deutschland überschritten – teilweise sogar deutlich. Im Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen ist die Belastung im Schnitt fast fünf Mal, im Kreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz mehr als drei Mal so hoch. Die neuen Zahlen hat das Agrar-Informationszentrum Proplanta auf Basis der Erhebungen des Umweltbundesamts für 2024 zur Verfügung gestellt.

08.04.2026mehr...
Stichwörter: Umwelt, Tübingen, Verpackungsmüll, Einwegverpackungen