Gentechnik
GVO in Bio-Tierfutter gefunden
Die KAT, Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen, hat in zwei Bio-Legebetrieben in den Niederlanden und Italien gentechnisch veränderte Organismen (GVO) im Futter nachgewiesen, wie Geschäftsführer Caspar von der Crone bestätigte. Welche Komponente des Futters gentechnisch verändert wurde, ist noch nicht festgestellt worden. Die KAT mit Sitz in Bonn hat die Lieferungen der Eier als Bio-Ware vorsorglich unterbunden. „Das Ergebnis ist eindeutig. Wir haben danach die Gegenprobe bei den Futtermittelwerken gezogen. Das Resultat erwarten wir bis Mittwoch nächster Woche“, erklärte Geschäftsführer von der Crone. Sollte in den Futtermühlen GVO entdeckt werden, droht ihnen die Sperrung als Bio-Lieferant.
Die Bio-Legehennen in Holland bekämen Soja aus konventionellem Anbau in die Futterration, erklärte Walter Höhne, Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei, in einer Stellungnahme zu dem Vorfall. Die sei ein gefährlicher Weg, wenn man an die mögliche gentechnische Verunreinigung denkt, gibt Höhne zu bedenken.
„In regionalen und durchdachten Strukturen funktioniert 100 Prozent Bio durchaus. Die Erzeugergemeinschaft CW Öko Ei kann das schon seit 2003 von sich behaupten. Auch wenn es teurer ist, die Legehennen mit reinem Biofutter zu versorgen, gibt es für uns keine Alternativen und keine Ausnahmen“, so Walter Höhne, der die 100 Prozent Biofütterung als festen Bestandteil in den Richtlinien der Gemeinschaft festgehalten hat. Wichtig sei es, diesen Mehrwert zu kommunizieren, denn der Verbraucher ist durchaus bereit, höhere Preise zu akzeptieren, wenn die Zusammenhänge erkennbar sind. Faire Preise für die Bauern, regionale Strukturen und artgerechte Tierhaltung haben bei vielen Verbrauchern einen hohen Stellenwert.







