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Rudolf Bühler erhält Wirtschaftsmedaille des Landes

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Preisträger stehen für Eigenschaften und Unternehmertugenden, die für Erfolg und Wohlstand des Landes unverzichtbar sind“

Rudolf Bühler erhält Wirtschaftsmedaille des Landes © Leif-Hendrik Piechowski
Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut verleiht Rudolf Bühler die Wirtschaftsmedaille des Landes.

Für herausragende unternehmerische Leistungen und zum Dank für besondere Verdienste um die baden-württembergische Wirtschaft hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut am Donnerstag bei einer Festveranstaltung im Neuen Schloss in Stuttgart Rudolf Bühler, dem Retter des Schwäbisch-Hällischen Landschweins, die Wirtschaftsmedaille des Landes verliehen.

„Die von Ihnen mit initiierte Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall haben Sie geprägt wie kein anderer“, würdigte Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut den Hohenloher in ihrer Laudatio. Die BESH stehe nicht nur beim Fleisch für überregional bekannte und geschätzte Qualitätsmarken, die aus der gehobenen Gastronomie im Südwesten kaum noch wegzudenken seien. Unter der tatkräftigen Führung Rudolf Bühlers sei die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft zu einem modernen und erfolgreichen Lebensmittelunternehmen herangewachsen.

Rudolf Bühler ist Vorstandsvorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall – eine Gemeinschaft von rund 1450 Höfen der Region, bei der bäuerliche Selbsthilfe und Regionalentwicklung im Vordergrund stehen. Die in den 1980er Jahren nahezu ausgestorbene Schweinerasse der so genannten Mohrenköpfle wird von den Mitgliedern der Gemeinschaft erfolgreich gezüchtet und vermarktet. „Im August dieses Jahres haben die Vereinten Nationen der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft einen offiziellen Beraterstatus zuerkannt, der mit den Verdiensten für die bäuerliche Regionalentwicklung begründet wird“, hob Hoffmeister-Kraut hervor.

Rudolf Bühler widmete die (Land-)Wirtschaftsmedaille den Hohenloher Bauern, sie sei ein gemeinsames Verdienst der bäuerlichen Familienbetriebe. „Ich stehe aus tiefster Überzeugung für solidarische Wirtschaften“, sagte der BESH-Gründer, „eine am Gemeinwohl orientierte Wirtschaftsweise geht wie ein roter Faden durch mein Leben.“ Die bäuerliche Solidargemeinschaft habe gezeigt, dass auch außerhalb der üblichen Parameter erfolgreiches Wirtschaften möglich sei.

„Sie alle stehen für Eigenschaften und Unternehmertugenden, die für den Erfolg und den Wohlstand unseres Landes unverzichtbar sind“, sprach Ministerin Hoffmeister-Kraut alle 14 Preisträger in ihrer Festrede an. „Ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, hat auch an den Werkstoren nicht aufgehört. Im Gegenteil: Auf ganz individuelle Weise haben Sie sich weit über Ihr Unternehmen hinaus um Baden-Württemberg verdient gemacht“, so die Ministerin weiter. Erfolgreiches und zugleich nachhaltiges, ethisch verantwortliches Unternehmertum sei für sie ein Markenzeichen Baden-Württembergs und hierfür stehen die Preisträger in ganz besonderer Weise. Außerdem werde mit dieser Preisverleihung die große Branchenvielfalt des Landes deutlich, die einmal mehr unter Beweis stellt, dass Baden-Württemberg eindeutig mehr als Fahrzeug- und Maschinenbau ist.

Die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten seit 1987 Persönlichkeiten und Unternehmen, die sich in herausragender Weise um die Wirtschaft des Landes verdient gemacht haben. Auch besondere Leistungen, die in Organisationen der Wirtschaft, Gewerkschaften, Arbeitnehmervertretungen, Arbeitgeberorganisationen und im Bildungswesen erbracht wurden und die der Wirtschaft und Gesellschaft des Landes dienen, können auf diese Weise geehrt werden.


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