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Ökolandbau fördern, regionale Vermarktung stärken

Tappeser: „Verbände des Ökolandbaus sind wichtige Ansprechpartner und leisten wertvolle Arbeit im Sinne nachhaltiger Landwirtschaft“

„Die Stärkung des Ökolandbaus ist eines der wichtigsten Anliegen der hessischen Agrarpolitik. Dabei sind die Branchenverbände und gerade Bioland ein wichtiger Ansprechpartner“, sagte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser bei ihrem Besuch der Wintertagung von Bioland im Schloss Rauischholzhausen im Ebsdorfergrund. „In den vergangenen drei Jahren haben wir in Hessen einen beachtlichen Zuwachs an Biobetrieben und ökologisch bewirtschafteter Fläche erlebt. Dies ist auch auf unseren Ökoaktionsplan sowie die verbesserte finanzielle Förderung zurückzuführen“, betonte Tappeser. „Wir haben unsere führende Position in Deutschland und Europa gefestigt. Das ist ein großer Erfolg.“

Ende 2016 wurden 12,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Hessen ökologisch bewirtschaftet, im Jahr 2014 waren es noch 10,1 Prozent. Die Staatssekretärin machte deutlich, dass auch das Bewusstsein der Bürger für nachhaltig produzierte Lebensmittel stetig zunimmt. „Die Vorteile des Ökolandbaus für das Klima, den Grundwasser- und Bodenschutz sowie die Biodiversität liegen auf der Hand. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit, dafür einen höheren Preis zu zahlen – das ist auch ein Verdienst der Öffentlichkeitsarbeit von Verbänden wie Bioland“, so die Staatssekretärin weiter. Zudem agieren die organisierten Betriebe aktiver am Markt.

Echt Hessisch soll regionales Angebot stärken

„Wir sind schon sehr weit gekommen, nun müssen wir die in Hessen biologisch erzeugten Lebensmittel auf die regionalen Märkte bringen. Die Nachfrage ist da, aber noch wird zu viel importiert“, sagte die Staatssekretärin. „Mit dem Start der Aktionsgemeinschaft Echt Hessisch im Juni 2016 haben wir einen wichtigen Grundstein gelegt.“ Das Ziel von ‚Echt Hessisch‘ ist es, Erzeuger, Verarbeiter, Händler, Gastronomen und Großküchenleiter zusammenbringen und sie beim Aufbau neuer Wertschöpfungsketten und neuer Vertriebswege für die Direktvermarkter zu unterstützen.

„Die Hessische Landesregierung hat viel investiert, um das hohe Niveau der Förderung zu erreichen und ich kann Ihnen versichern, dass wir alles notwendige tun werden, um die Durchfinanzierung bis 2020 zu sichern“, so Tappeser. „Den Weg, den wir vor drei Jahren mit dem Ökoaktionsplan eingeschlagen haben, werden wir weitergehen.“ Ein bundesweites Aushängeschild werden die ersten Ökofeldtage sein, die am 21. und 22. Juni 2017 auf der Domäne Frankenhausen stattfinden und vom Umweltministerium gefördert werden.

Eine klare Absage erteilte Tappeser in Bezug auf die Novellierung der EU-Ökoverordnung dem Vorhaben der EU-Kommission, dem Ökolandbau eine neue Rechtsgrundlage zu verordnen. „Wie alle anderen deutschen Länder und einige Nachbarstaaten fordere ich die Kommission auf, unsere praxisnahen und verbraucherfreundlichen Vorschläge zu würdigen“, so Tappeser abschließend.

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