Start / Ausgaben / bioPress 87 - April 2016 / Fruit Logistica mit 500 Bio-Ausstellern

Fruit Logistica

Fruit Logistica mit 500 Bio-Ausstellern

Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette des grünen Sortiments – vom Global Player bis zu kleinen und mittelständischen Anbietern – waren im Februar bei der Fruit Logistica in Berlin vertreten. Von den 2.900 Ausstellern aus 83 Ländern präsen­tierten sich 481 Anbieter von Bio-Produkten.

Knapp zwei Drittel von den über 70.000 Fachbesuchern kamen aus der EU, neun Prozent aus anderen europäischen Ländern, zwölf Prozent aus Nord-, Süd,- und Mittelamerika, acht Prozent aus Afrika, fünf Prozent aus dem Nahen und Mittleren Osten und drei Prozent aus Asien. Die größten Fachbesuchergruppen waren Obst- und Gemüseerzeuger und Vertreter des Import-/Exportgeschäfts, ge­folgt von Vertretern des Groß- und Einzelhandels.

Bio-Anbieter

Die ‚Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft‘ beliefert den deutschen LEH mit Kern-, Beeren- und Steinobst und exportiert innerhalb und außerhalb der EU. Für die Vermarktung an den deutschen LEH stehen ihr nahezu 10.000 Tonnen Bio-Äpfel aus der Bodenseeregion zur Verfügung.

vitfrisch ist ein Anbieter von Frischgemüse und Salaten in verschiedenen Regionen Deutschlands. Das Unternehmen vermarktet die Produkte von leistungsstarken Gemüsebaubetrieben im Großraum Stuttgart, Neckarsulm/Heilbronn und Soest im regionalen Umfeld.

OTC-Holland hat sich auf die Vermarktung von biologischem Obst und Gemüse aus dem In- und Ausland spezialisiert. Das niederländische Unternehmen verfügt über ein breites Netzwerk an Erzeugern, Kunden und Logistikpartnern.

Die seit über 50 Jahren im Loire-Tal ansässige Firma Allaire ist auf die Produktion von vakuumverpacktem Gemüse spezialisiert und spielt auf dem aufwärts strebenden Markt essfertiger vakuumverpackter Lebensmittel eine große Rolle. Dank hocheffizienter Produktionsanlagen verpackt Allaire das ganze Jahr über Fertiggemüse, das sie täglich nach ganz Europa versendet.

lehmann natur mit Sitz in Mönchengladbach beliefert als einer der größten Bio-Obst und -Gemüse-Importeure Eu-ropas seine Handelspartner täglich erntefrisch mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus aller Welt – aus kontrolliert ökologischem und nachhaltigem Landbau. Firmengründer Friedrich Lehmann setzt zudem auf eine eigene Produktion in Permakultur, als Weiterentwicklung des biologischen Landbaus.

Fruit Logistica Innovation Award 2016

Bereits zum elften Mal wurde der ‚Fruit Logistica Innovation Award 2016‘ verliehen. Gewonnen hat ihn das spanische Unternehmen World’s Coconut Trading für seine Bio-Kokosnuss ‚Genuine Coconut‘. Sie wird mit einem patentierten Dosenverschluss und Trinkhalm geliefert und bietet einen unkomplizierten Trinkgenuss von Kokosnusswasser, das wichtige Nähr- und Mineralstoffe enthält.

VI.P-Projekt ‚BioGraphy: Mehrwert für Konsumenten

Der Südtiroler Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse (VI.P) startete im Herbst das Projekt ‚BioGraphy‘. Auf jeder Packung mit Bio-Äpfeln klebt ein Etikett mit dem Namen des Produzenten. Gibt man diesen auf biography.vip.coop ein, hat man Zugriff auf dessen Seite und erhält Informationen über den Bauern, seine Produkte und das Anbaugebiet.

Vollkosten-Kampagne: Was unser Essen wirklich kostet

Der internationale Bio-Distributor für frisches Bio-Obst und -Gemüse, Eosta, legt seinen Schwerpunkt auf Gewächshaus-Anbau und Überseefrüchte. Er pflegt Geschäftsbeziehungen mit über 1.000 Erzeugern auf sechs Kontinenten.

Bei der Messe stellte er die mit seiner Eigenmarke Nature & More, IFOAM – Organics International und der Stiftung Ökologie und Landbau gestartete Kampagne ‚Was unser Essen wirklich kostet‘ vor. Mit ihr wollen sie Verbraucher darauf aufmerksam machen, dass in konventionellen Lebensmitteln nicht die wahren Kosten ihrer Produktion enthalten sind. Es fehlten die Kosten für Mensch und Umwelt, die bei ihrer Erzeugung entstehen, sagte Eosta-Geschäftsführer Volkert Engelsman.

Der direkte Vergleich von konventionellem und Bio-Obst legt offen, welchen Preis Verbraucher beim Kauf wirklich zahlen und macht deutlich, dass nicht Bio zu teuer ist, sondern konventionell zu billig. Die Vollkostenrechnung stützt sich dabei auf ein Modell der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Sina Hindersmann

Die nächste Fruit Logistica findet vom 8. bis 10. Februar 2017 statt.
 

Bildstrecke: Fruit Logistica 2016