Start / Bio-Halle war ein Renner

Grüne Woche

Bio-Halle war ein Renner

Grüne Woche in Berlin war Werbung für Bio

Bei ihrer 80. Ausgabe hat die Internationale Grüne Woche Berlin 2015 ihren Stellenwert als Leitmesse und Dialogplattform für das gesamte Agribusiness unterstrichen. Mit einer Beteiligung von 1.658 Ausstellern aus 68 Ländern, 70 Landwirtschaftsministern aus allen Kontinenten und einer starken Präsenz von agrar- und wirtschaftspolitischen Delegationen aus dem In- und Ausland verzeichnete die weltgrößte Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau die stärkste Beteiligung seit 44 Jahren. Davon profitierten auch die Aussteller in der Bio-Halle.

Die Messe Berlin registrierte nach zehn lebhaften Messetagen mehr als 415.000 Besucher. Die Pro-Kopf-Ausgaben der Verbraucher lagen mit 117 Euro leicht über dem Vorjahresniveau von 114 Euro und bescherten den Ausstellern Umsätze von rund 48 Millionen Euro. Die Anzahl der Fachbesucher blieb wie bei der letzten IGW mit rund 100.000 Branchenvertretern auf hohem Niveau stabil. Das diesjährige Partnerland Lettland, das im ersten Halbjahr 2015 die EU-Ratspräsidentschaft innehat, stellte mit 113 Ausstellern die größte ausländische Beteiligung. Vom 16. bis 25. Januar präsentierte die Grüne Woche 2015 einen umfassenden Überblick über den Weltmarkt der Ernährungsindustrie.

Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft: „Vom Ranking her ist die Grüne Woche für mich die Nummer 1 in der Welt. Ich habe bis zu 70 Ministerkollegen und -kolleginnen aus der weiten Welt hier in Berlin am Rande der Grünen Woche begrüßen können. Ich habe mit dem Global Forum for Food and Agriculture parallel zur Grünen Woche auch einen internationalen Punkt setzen können. Auf der Grünen Woche pulsiert das Leben. Hier sind die Verbraucher die eigentlichen Entscheider über Anbau, über Qualität unserer Lebensmittel. Und nirgendwo anders kann der durchaus strittige Dialog mit den Verbrauchern so nah geführt werden wie auf der Grünen Woche.“

95 Prozent der Privatbesucher und 88 Prozent der Fachbesucher äußerten sich positiv über ihren Grüne Woche-Besuch. Das Angebotsspektrum der Grünen Woche bewerteten 98 Prozent der Privat- und 94 Prozent der Fachbesucher mit sehr gut bis zufriedenstellend. Entsprechend hoch sind die Kriterien „Weiterempfehlungsbereitschaft“ und „Wiederbesuchsabsicht“ bei beiden Zielgruppen mit Werten von jeweils etwa 90 Prozent.

Erneut waren die Sonderschauen wahre Publikumsrenner. Besonders gut schnitten in der Bewertung des Publikums die Tierhalle, die Blumenhalle, der Erlebnis-Bauernhof und die Bio-Halle ab. Das war beste Bio-Werbung.

Die Bio-Supermarktkette Bio Company, Marktführer in Berlin-Brandenburg bei den, wird erstmals auf der Grünen Woche in Berlin ausstellen. Gemeinsam mit seinen regionalen Partnern aus Berlin und Brandenburg soll veranschaulicht werden, wie die Wertschöpfungskette aus Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel Kunden ein breites Sortiment aus regionalen Produkten zu vernünftigen Preisen garantiert.

So erläutert die Biomanufaktur Havelland mit dem Landwirtschaftsbetrieb Karsten Dudziak aus Neustrelitz wie Schweinehaltung auf ökologische Weise funktioniert: im Freien mit viel Auslauf und ausreichend Gelegenheit zum Wühlen und Fressen. Denn so entsteht schmackhaftes, natürlich ausgereiftes Fleisch.

Stallbau Weiland zeigte vollmobile Ställe für die transparente und wirklich nachvollziehbare Hühnerhaltung im Freiland, die alle zu Gewinnern macht: Tiere, Menschen und die Natur. Gerade deswegen durfte sich das Unternehmen mit Sitz in Bad Sooden-Allendorf gleich am ersten Tag der Internationalen Grünen Woche in Berlin über den Besuch mehrerer Landwirtschaftsminister der Bundesländer freuen. Besonders Bio-Hühnerhalter nutzen das nachhaltige System.

Am Tag des Ökologischen Landbaus des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) auf der Grünen Woche zum Thema Bio ist günstiger – für alle! diskutierten Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die wahren Kosten der Lebensmittelproduktion.

 Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft schilderte den hohen Aufwand, der betrieben werden muss, um das geförderte Grundwasser von Pestiziden und Nitrat zu reinigen. Laut Weyand wäre richtige Weg, dafür zu sorgen, dass schädliche Stoffe gar nicht erst in unser Wasser gelängen. Dafür müsse nicht nur das Verursacher- sondern auch das Vorsorgeprinzip angewendet werden. Es brauche dringend eine Agrarwende.

Auf dem ersten Bio-Empfang des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) auf der Grünen Woche in Berlin haben Spitzenpolitiker von EU und Bund vor 700 Gästen aus Politik, Verwaltung, Landwirtschaft, Herstellung und Handel, Medien und Zivilgesellschaft den Bio-Sektor als Zukunftsbranche mit außergewöhnlichen Wachstumschancen gewürdigt.


Ticker Anzeigen

Das könnte Sie auch interessieren

IGW Digital geglückt

Messe Berlin zieht positive Bilanz nach der ersten digitalen IGW

Bei der ersten rein digitalen Internationalen Grünen Woche konnte das Fach- und Privatpublikum auf vier Kanälen mehr als 100 Beiträge kostenlos verfolgen. Am 20. und 21. Januar griffen weit mehr als 20.000 registrierte User auf das umfangreiche Angebot rund um die Land- und Ernährungswirtschaft zu. Gesendet wurde aus dem neuen Streaming-Studio der Messe Berlin. Alle Videos stehen bis zum 30. April weiter zum Abruf zur Verfügung.

09.02.2021mehr...
Stichwörter: Grüne Woche, Messe

Bio-Bilanz: Daumen runter

BÖLW bewertet Bundesregierung auf der Grünen Woche

Bei der digitalen Internationalen Grünen Woche lud der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) heute zu einem politischen Pressegespräch. Darin erstellte er der Bundesregierung eine überwiegend kritische Bio-Bilanz. Die drei BÖLW-Vorstände für Landwirtschaft, Handel und Verarbeitung betrachteten verschiedene Politikfelder von der Agrarpolitik bis zum Bio-Recht.

20.01.2021mehr...
Stichwörter: Grüne Woche, Messe

Grüne Woche 2021 rein digital

Die Internationale Grüne Woche findet vom 20. bis 21. Januar als rein digitale Veranstaltung statt. Grund dafür sind die bundesweit hohen Corona-Infektionszahlen.

17.11.2020mehr...
Stichwörter: Grüne Woche, Messe